Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

DRV: "Wettbewerbsnachteil darf sich nicht weiter verschärfen"

Anlässlich der in dieser Woche von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil geforderten Anhebung des Mindestlohns auf rund 15 Euro ab 2026 mahnt der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), den grundsätzlich geregelten gesetzlichen Weg nicht zu unterlaufen.

DRV zur Diskussion um Mindestlohnerhöhung ab 2026. Bild: DRV.

„Die Festlegung des Mindestlohns liegt zu Recht in den Händen der Tarifpartner. Auf diese Weise werden auch die Auswirkungen auf die Wirtschaft mitberücksichtigt. Eine permanente politische Einmischung in die Arbeit der Mindestlohnkommission ist der falsche Weg. Die Höhe des Mindestlohns darf nicht politisiert und als Wahlkampfthema missbraucht werden“, betont DRV-Hauptgeschäftsführer Jörg Migende.

Er warnt zudem deutlich vor den Folgen für die Agrar- und Ernährungswirtschaft: „Die Grenzen der Belastbarkeit sind erreicht. In Deutschland sind unsere Unternehmen ohnehin mit im europäischen Vergleich hohen Steuern, teurer Energie und hohen Lohnkosten belastet. Dieser Wettbewerbsnachteil darf sich nicht weiter verschärfen. Sonst drohen Betriebsaufgaben und Produktionsverlagerungen ins Ausland.“

Mit Blick auf die aktuell laufende Weinlese sowie den deutschen Obst- und Gemüseanbau macht Migende deutlich: „Gerade im handarbeitsintensiven Bereich der Sonderkulturen, in dem jährlich auch rund 300.000 Saisonarbeitskräfte beschäftigt werden, ist der Mindestlohn ein entscheidender Faktor. Der Anteil der Lohnkosten an den Produktionskosten liegt mitunter bei rund 60%. Es steht also zu viel auf dem Spiel. Der Mindestlohn darf nicht als politischer Spielball benutzt werden.“ (DRV)

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