Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

DRV: Genossenschaften sind unverzichtbar

Franz-Josef Holzenkamp, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), sieht in Genossenschaften verlässliche Handels- und Vertragspartner.

Franz-Josef Holzenkamp, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes. Bild: DRV.

Genossenschaften werden bei der notwendigen Weiterentwicklung der Agrar- und Ernährungswirtschaft eine entscheidende Rolle spielen. Diese Basis gilt es, in enger Zusammenarbeit mit dem Berufsstand weiterzuentwickeln. Dann sind die genossenschaftlichen Unternehmen auch in Zukunft in der Lage, sich frühzeitig anzupassen und so bleiben sie wettbewerbsfähig.“ Das erklärte Franz-Josef Holzenkamp, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV), in der heutigen Präsidiumssitzung des Deutschen Bauernverbandes (DBV). „Genossenschaften sind verlässliche Handels- und Vertragspartner sowohl in der Verarbeitung und der Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse als auch beim Bezug von Betriebsmitteln“, bekräftigte DBV-Präsident Joachim Rukwied gegenüber dem DRV-Präsidenten. Rukwied betonte zudem, dass das Prinzip Genossenschaft die erste Wahl für das agrarpolitische Ziel sei, die Position der Landwirte in der Wertschöpfungskette zu stärken. Dennoch, mahnte Rukwied, dass eine Weiterentwicklung des Genossenschaftsmodells in Zeiten volatiler Agrarmärkte und des globalen Wettbewerbs unverzichtbar sei.

Mit den Präsidiums-Mitgliedern diskutierte DRV-Präsident Holzenkamp weitere aktuelle Herausforderungen, wie die voranschreitende Vertikalisierung des Lebensmittelhandels in Richtung Rohstoff-Erfassung und Verarbeitung. Weitere Themen waren der Umbau der politischen Rahmenbedingungen für die tierische Veredelung, der Ausbau der Exportförderung und die Digitalisierung. Holzenkamp zeigte sich zuversichtlich, dass sich die Agrar- und Ernährungswirtschaft weiterhin positiv entwickle - sowohl im EU-Binnenmarkt als auch im Drittlandexport. Dabei spielen nach Aussage Holzenkamps die von Landwirten, Gärtnern und Winzern getragenen Genossenschaften die entscheidende Rolle. Der enge Schulterschluss von DBV und DRV sei nicht zuletzt erforderlich, um auch in der neuen Legislaturperiode praxisgerechte Rahmenbedingungen zu sichern.

DRV-Präsident Holzenkamp erläuterte zudem, dass die Gespräche mit dem Bundeskartellamt über das Selbstverständnis der genossenschaftlichen Lieferbeziehungen im Molkereisektor fortgeführt werden. Entschieden wies er alle Forderungen nach Einflussnahme oder gar rechtlichen Vorgaben zur Änderung der Lieferbeziehungen zurück. „Für die erfolgreiche Weiterentwicklung der genossenschaftlichen Milchwirtschaft ist die beim DRV angebundene Interessengemeinschaft Milch (IGM) federführend. Intensiv berät sie derzeit die Umsetzung von Preissicherungsinstrumenten und den Ausbau des Risikomanagements“, so Franz-Josef Holzenkamp. (DBV/DRV)

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