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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
DRV: "Es darf nicht zur Diskriminierung der Agrargenossenschaften kommen"
Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) fordert eine stärkere Anerkennung der besonderen Struktur und Leistung der deutschen Agrargenossenschaften in der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). „Es darf nicht zu einer Diskriminierung der genossenschaftlich organisierten Mehrfamilienbetriebe aufgrund ihrer Größe und Struktur kommen. Sie müssen weiterhin einen gleichberechtigten Zugang zu Land, Kapital und Fördermitteln erhalten“, betont DRV-Geschäftsführer Dr. Philipp Spinne. „Förderkriterien, die sich an der Betriebsgröße und Rechtsform orientieren, müssen sich bei den Agrargenossenschaften auf das einzelne Mitglied beziehen. Hinter den Betrieben stehen keine anonymen Investoren, sondern Menschen, die mit Leidenschaft Landwirtschaft betreiben.“
Darüber hinaus fordert der DRV, die Gründung von Agrargenossenschaften im Zuge des Generationswechsels aktiv durch die GAP zu unterstützen. Oftmals komme es zu Betriebsaufgaben, da es keinen geeigneten Nachfolger gebe. Eine sehr hohe Arbeitsbelastung und die mit einer Betriebsübernahme verbundene großer Verantwortung – auch in finanzieller Hinsicht – würden viele potenzielle Nachfolger abschrecken. Spinne: „In einer Agrargenossenschaft schließen sich mehrere Familien zusammen, sodass sich Arbeitsbelastung und Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt. Das ist ein tragfähiges Zukunftskonzept, das ideal den Herausforderungen im Zuge des Generationswechsels begegnet. Genossenschaften können verhindern, dass immer mehr Betriebe verschwinden.“ Gleichzeitig müsse die Junglandwirteförderung auf alle jungen mitarbeitenden Mitglieder einer Agrargenossenschaft ausgedehnt werden. „Sie tragen als Mitunternehmer Verantwortung“, erklärt Spinne.
Der DRV-Geschäftsführer macht deutlich: „Die GAP ist das Kernstück einer starken europäischen Land- und Ernährungswirtschaft. Sie muss zum Maßstab für eine nachhaltige Landbewirtschaftung ausgebaut und weiterhin mit einem eigenständigen Budget finanziert werden. Nur dann können die Betriebe und Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und ihrer Verantwortung für eine qualitativ hochwertige Nahrungsmittelversorgung in Europa nachkommen. Dies ist nicht zuletzt vor dem Hintergrund globaler Krisen und aktueller Handelsbeschränkungen zwingend notwendig.“

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