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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Drei Jahre Ukraine-Krieg: Energiepreise noch immer 31% höher als 2021
Laut einer Analyse des Vergleichsportals Verivox muss ein durchschnittlicher Drei-Personen-Haushalt aktuell 5.407 Euro im Jahr für Energie aufbringen. Im Vorkriegsjahr 2021 waren es noch 4.121 Euro – ein Anstieg um 1.286 Euro.
"Bereits im Herbst 2021 begannen die Preise für Erdgas und Öl deutlich zu steigen. Nach dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine im folgenden Winter wurden dann Rekordpreise erreicht. Obwohl die Energiekosten seit ihrem Höchststand im Oktober 2022 um ein Drittel gesunken sind, befinden sie sich auch jetzt noch deutlich über dem Niveau vor Kriegsausbruch", sagt Thorsten Storck, Energieexperte bei Verivox.
Ausgaben fürs Heizen lasten besonders auf den Haushaltskassen
Die Heizkosten sind besonders stark gestiegen. Heizöl ist um 35% teurer geworden: 20 Hektoliter kosten aktuell im Februar 1.934 Euro statt 1.428 Euro im Jahr 2021. Auch das Heizen mit Gas wurde deutlich teurer. Bei einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden stiegen die Kosten von 1.329 Euro auf 2.319 Euro – ein Plus von 74%. Neben den gestiegenen Beschaffungskosten treiben höhere Gasnetzgebühren und der steigende CO2-Preis auf fossile Brennstoffe die Preise. Da mehr Haushalte mit Gas als mit Öl heizen, sind die durchschnittlichen Heizkosten insgesamt um 61% gestiegen.
Sprit und Strom 17% teurer als vor dem Krieg
Auch Autofahrer spüren die höheren Kosten. Benzin ist seit 2021 um 15% und Diesel um 21% teurer geworden. Im Durchschnitt zahlen Verbraucher 17% mehr für Kraftstoff. Die Stromkosten sind ebenfalls gestiegen, wenn auch weniger stark. Ein Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh zahlt jetzt 1.432 Euro statt 1.229 Euro im Jahr 2021 – ein Anstieg von 17%. Die Gründe dafür sind vor allem höhere Netzentgelte und gestiegene Beschaffungskosten der Energieversorger.
"Eine Rückkehr auf das Energiekostenniveau von vor dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine ist derzeit nicht in Sicht. Angesichts wieder angestiegener Großhandelspreise, höheren Netzkosten in den Bereichen Strom und Gas sowie steigender CO2-Preise ist eher davon auszugehen, dass die Energiekosten weiter ansteigen werden. Ob eine neue Bundesregierung die Mittel bereitstellen wird, um die Belastung der Haushalte abzufedern, bleibt abzuwarten", sagt Thorsten Storck.

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