- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- DKHV: 18. Mitgliederversammlung
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
DKHV: 18. Mitgliederversammlung
Der Deutsche Kartoffelhandelsverband e. V. (DKHV) hielt jetzt seine 18. ordentliche Mitgliederversammlung in Regensburg ab. Neben der Präsentation des Geschäfts- und Finanzberichts sowie der Ernennung zweier Ehrenvorstände stand die Bekräftigung der Forderungen und Erwartungen des DKHV zur bevorstehenden EU-Wahl im Juni 2024 im Mittelpunkt.
Unter der Leitung von Präsident Thomas Herkenrath trafen sich in Bayern die Mitglieder des deutschen Kartoffelhandels zur jährlichen Mitgliederversammlung. Zum Auftakt stand die Ernennung von Johann Dittenhauser Sen. und Karl-Heinz Wobbe zu Ehrenvorständen auf der Tagesordnung. Die Mitgliederversammlung würdigte damit ihre langjährigen, außerordentlichen Verdienste um den Deutschen Kartoffelhandelsverband e.V.. Als langjährige stellvertretende Vorsitzende haben sie durch ihr engagiertes Wirken die gesamte Kartoffelbranche nachhaltig geprägt.
Mit großem Interesse erörterten die Mitglieder im Anschluss ausgiebig den Geschäftsbericht, der aus vielfältigen Informationen zu aktuellen Themen der Kartoffelhandelsbranche bestand.
Als höchstes Verbandsgremium bestätigte die Mitgliederversammlung die folgenden Kernforderungen des DKHV für die kommende EU-Wahl:
- Der dringende Verzicht auf zusätzliche bürokratische Vorgaben und die verpflichtende Folgeabschätzung: Die Kartoffelwirtschaft steht für ein nachhaltiges und qualitativ hochwertiges Naturprodukt. Daher fordert der DKHV den Verzicht auf überbordende bürokratische Vorgaben, um unternehmerische Freiheiten und Innovationen zu fördern sowie die Versorgungssicherheit mit Kartoffel zu wahren.
- Förderung von Forschung und Innovation für mehr Nachhaltigkeit: Die Kartoffelwirtschaft ist innovativ. Die Politik muss Forschung und Entwicklung entlang der gesamten Wertschöpfungskette gezielt unterstützen, einschließlich moderner Sortier-, Kühl- und Verpackungsanlagen sowie der Digitalisierung im ländlichen Raum. Das stärkt kurze Lieferketten, die Versorgung aus der Region und somit das Erreichen der Nachhaltigkeitsziele.
- Abbau von internationalen Handelshemmnissen: Als wichtiger Wirtschaftsfaktor in Deutschland und Europa setzt sich die Kartoffelwirtschaft für den Abbau von Handelshemmnissen ein, um den internationalen Handel zu erleichtern.
- Ganzheitliche Betrachtung von Nachhaltigkeit und Förderung neuer Kartoffelsorten: Die Kartoffel ist eines der nachhaltigsten Nahrungsmittel der Welt in Bezug auf ihre positiven Eigenschaften für die Bodenfruchtbarkeit, den Erosionsschutz und ihren geringen Wasserverbrauch. Die Kartoffelwirtschaft strebt eine ganzheitliche Betrachtung von Nachhaltigkeit an und fordert die Entwicklungsförderung neuer Kartoffelsorten, um die Herausforderungen durch Wetterextreme und dem Klimawandel anzugehen.
Mit großem Nachdruck appellieren die Mitglieder des DKHV an die Politik, sich für diese zentralen Anliegen der Branche einzusetzen und die Interessen der Kartoffelwirtschaft auf europäischer Ebene zu vertreten. DKHV-Präsident Thomas Herkenrath betont: „Die überbordende Bürokratie belastet den mittelständisch geprägten deutschen Kartoffelhandel sehr. In vielen Familienbetrieben reichen die Kapazitäten nicht aus, um eigene Verwaltungskräfte für die meist unnötigen, bürokratischen Auflagen einzustellen. Muss der Unternehmer selbst mehr Zeit am Schreibtisch verbringen als mit der Kartoffel, dann leidet die Effektivität und Innovationskraft unserer Branche.“

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.