- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- DKHV: 16. Internationaler Berliner Karto...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
DKHV: 16. Internationaler Berliner Kartoffelabend
Neben den regelmäßigen Stammgästen fanden auch viele neue und vor allem junge Teilnehmer den Weg in den Ballsaal des Hilton Berlin, um bei toller Atmosphäre einen Abend genießen zu können, der ganz allein der Kartoffelbranche gewidmet ist.
DKHV-Präsident Thomas Herkenrath skizzierte in seiner Eröffnung die vielfältigen Herausforderungen, denen sich die Kartoffelwirtschaft aktuell stellen muss. Der Markt werde längst nicht mehr allein von Angebot und Nachfrage bestimmt. Extreme Wetterlagen, Regulierungsmaßnahmen des Gesetzgebers, Sekundärstandards des Lebensmitteleinzelhandels sowie Forderungen der NGO´s und die sich ständig verändernde Lebensweise der Konsumenten beeinflussen inzwischen ebenfalls wesentlich das Marktgeschehen.
So wird der Wegfall wichtiger Pflanzenschutzmittel sowie fehlende oder weniger wirksame Alternativen dazu die Kartoffelbranche stark beeinflussen und zu erschwerten Rahmenbedingungen bei Anbau und Lagerung führen. Dies darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden, so Herkenrath. Die Liste der neuen Herausforderungen ist endlos lang und gerade die vom Gesetzgeber und insbesondere die vom Lebensmitteleinzelhandel geforderten höheren Produktions- und Qualitätsstandards führen unweigerlich zu höheren Produktionskosten. „Woher kommt diese Entwicklung?“ wollte Herkenrath in seiner Eröffnungsrede wissen. Die Antwort liegt offensichtlich beim Konsumenten. Der Wunsch der Verbraucher, mit ruhigem Gewissen gesunde und nachhaltig produzierte Lebensmittel kaufen zu können, wird immer wichtiger bei der Kaufentscheidung. Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist groß und wird durch die hohe Anzahl von Medienberichten über vermeintlich gesundheitsschädliche Pflanzenschutzmittel, Rückstände in Lebensmitteln und das Insektensterben verstärkt. Und hier liegt eine wichtige Aufgabe für die Kartoffelbranche: „Wir müssen Vertrauen zurückgewinnen und proaktiv mit den Menschen reden. Wir haben schon sehr viel getan in Sachen Nachhaltigkeit und dem Schutz der Umwelt,“, so Herkenrath, „aber die Anforderungen an uns steigen.“
Gleichzeitig betonte er aber auch, dass mit den veränderten Produktionsbedingungen mit immer höheren Qualitätsanforderungen und Produktionsrisiken auch unweigerlich ein Anstieg der Produktionskosten einhergeht. Dies muss sich auch in den Supermarktregalen wiederfinden.
Medien und Politik bietet DKHV-Präsident Herkenrath das Gespräch an: „Und unseren Politikern möchte ich zurufen: Sprechen Sie mit uns! Seien Sie mutig und hören auch mal den Fachleuten zu!“
Katharina Landgraf, MdB und Mitglied im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft, die auf Einladung des DKHV am Internationalen Berliner Kartoffelabend teilnahm, nutzte bereits am Abend in vielen Gesprächen das Angebot des DKHV zum Dialog mit der Branche.
Nach angeregten Diskussionen, neuen Kontakten und Verabredungen zu weiteren Gesprächen auf der FRUIT LOGISTICA, endete für viele das erfolgreiche Branchentreffen erst in den frühen Morgenstunden. (DKHV)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.