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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
DIY-Branche: Verschiebung für den Start der EUDR begrüßt
Aus Sicht der Verbände schaffe dies eine dringend benötigte Vorbereitungszeit für alle Partner in der Lieferkette bei der Belieferung von Holz- und Naturkautschukprodukten. „Den weiteren Rückgang der weltweiten Waldflächen stoppen zu wollen, ist ein ebenso sinnvolles wie unterstützenwertes Ziel. Allerdings müssen die für diesen Weg notwendigen Maßnahmen für alle davon betroffenen Wirtschaftsbeteiligten auch leistbar sein“, führt Dr. Peter Wüst, Hauptgeschäftsführer des DIY-Handelsverbandes dazu weiter aus.
Daher müsse das Regelwerk unbedingt noch einmal auf den Prüfstand, betont Norbert Lindemann, Geschäftsführer des HHG und warnt vor einem weiteren Bürokratiemonster, das die Unternehmen unnötig belaste: „Maßnahmen müssen immer in Hinblick auf ihre Wirkung betrachtet werden; und der durch Regelungen hervorgerufene bürokratische Aufwand muss dabei zwingend in einem sinnvollen und angemessenen Verhältnis stehen.“
„Hier sehen wir weitere, deutliche Verbesserungsmöglichkeiten unter anderem durch das Streichen von Doppelprüfungen bereits komplett sorgfaltsgeprüfter Waren. Denn am Ende verursacht Bürokratie eben auch Kosten – Kosten für Wirtschaft und Verbraucher“, ergänzt Anna Hackstein, Geschäftsführerin des Industrieverband Garten. Zusätzlich sind sich die Branchenvertreter einig, dass die von der EU-Kommission zur Verfügung zu stellenden Unterstützungsmaßnahmen, Tools, Datenbanken und ggf. delegierte Verordnungen nun weit vor dem Geltungsbeginn der EUDR operativ einsatzfähig sein müssen, um es den Wirtschaftsbeteiligten zu ermöglichen, sich auf die neuen Anforderungen ausreichend vorzubereiten. Insbesondere wird hierzu zeitnah das Benchmarking-System mit der Einordnung der Herkunftsländer in verschiedene Risikostufen benötigt, um die notwendige Klarheit für die nationalen Produzenten und Hersteller, aber ebenso für die internationalen Geschäftspartner zu schaffen.
Die DIY-Verbände stellen zudem die Frage, ob die überregulierte Risikoprüfung mittels Geolokationsabgleich durch die gesamte Lieferkette hindurch wirklich ein angemessenes, regulatorisches Mittel ist, um das Umgehungs- und Vermischungsrisiko und die Falschdeklarationen von Holzprodukten auszuschließen. Selbstverständlich ist im Sinne der EUDR die Vermischung von Rohstoffen und Erzeugnissen mit unbekannten Herkünften, die potenziell ein Entwaldungsrisiko in sich tragen, auszuschließen. Hier kann aber die Weiterentwicklung bestehender Zertifizierungssysteme das bessere, weil effizientere Mittel der Wahl sein.

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