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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
DIW-Konjunkturbarometer: Wirtschaft kommt noch nicht aus dem Knick
„Die Erholung der deutschen Wirtschaft ist derzeit ein äußerst zartes Pflänzchen“, sagt DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik. Zwar sind ehemals große Unsicherheiten mittlerweile etwas kleiner geworden – so lassen die vorläufige Einigung zwischen der Europäischen Union und der Trump-Administration im Zollstreit und der Beschluss der Bundeshaushalte für die Jahre 2025 und 2026 die Unternehmen in Deutschland zumindest etwas aufatmen. Gleichzeitig bleiben die Aussichten aber durch strukturelle Probleme getrübt. Dazu zählt die sinkende internationale Kauflust von Gütern „Made in Germany“. „Der Außenhandel verliert mehr und mehr an Bedeutung für die deutsche Wirtschaft“, sagt Dany-Knedlik. „Die inländische Nachfrage wird hingegen immer wichtiger für die wirtschaftliche Entwicklung. Deshalb hängt jetzt viel davon ab, wie schnell die Bundesregierung ihre ambitionierten Ausgabenpläne umsetzen kann, um die deutsche Wirtschaft wieder klarer auf Wachstumskurs zu bringen.“
Die deutsche Industrie blickt derweil vorsichtig zuversichtlich in die Zukunft. Das Geschäftsklima im Verarbeitenden Gewerbe ist laut ifo-Konjunkturumfragen seit Jahresbeginn etwas gestiegen, vor allem die Geschäftserwartungen haben sich im Vergleich zum Jahresanfang merklich verbessert. Nachdem die Industrieproduktion im Juni einen weiteren Dämpfer hinnehmen musste, schätzen die Unternehmen ihre Produktionsaktivität im laufenden Quartal wieder optimistischer ein. „Trotz der positiven Anzeichen bleibt die Lage aber angespannt und die Haltung abwartend“, sagt Laura Pagenhardt, DIW-Konjunkturexpertin. Die Auftragslage der deutschen Industrie ist nach wie vor schlecht, besonders aus dem Inland kommt aktuell noch wenig. „Die deutschen Unternehmen brauchen mehr Planungssicherheit, damit die bessere Stimmung auch in der Wirtschaft ankommt.“
Bei den Dienstleistungen bleiben die Aussichten ebenfalls noch gedämpft. Das Geschäftsklima hat sich im August das zweite Mal in Folge eingetrübt, vor allem die Geschäftserwartungen sind wiederholt gesunken. Die Einzelhandelsumsätze waren zuletzt zwar robust, ein merklicher Aufschwung ist jedoch nicht zu erkennen. Der private Konsum dürfte weiterhin durch die schwierige Lage auf dem Arbeitsmarkt geprägt sein: Die Arbeitslosigkeit nahm im Juli erneut zu, die Reallohnentwicklung hat sich in diesem Jahr etwas abgeschwächt.
„Die Lage der deutschen Wirtschaft bleibt vorerst durchzogen, auch weil die Weltwirtschaft schwächelt und die internationalen Handelsbeziehungen unberechenbar geworden sind“, resümiert Konjunkturexperte Guido Baldi. „Wichtig ist nun, dass die Investitionspakete der Bundesregierung in den kommenden Monaten ihre Wirkung entfalten und so die Binnennachfrage anschieben.“

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