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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
DIW-Konjunkturbarometer: Einbruch im Mai
Die Aussichten auf eine schnelle Erholung der deutschen Wirtschaft nach der technischen Rezession im Winterhalbjahr haben sich somit eingetrübt. „Der Rückgang der Wirtschaftsleistung im Winter ist stärker ausgefallen als erwartet wurde. Und auch die Erholung wird wohl zaghafter sein als zuvor angenommen,“ sagt Timm Bönke, Co-Leiter des Konjunkturteams im DIW Berlin. „Die hartnäckig hohe Inflation und die Zinsanhebungen dämpfen Kaufkraft und Kreditvergabe,“ ergänzt Geraldine Dany-Knedlik, Co-Leiterin des DIW-Konjunkturteams. „Und auch aus dem Ausland kamen zuletzt nicht die erhofften Impulse.“
Die deutsche Industrie kann zwar auf ein starkes erstes Quartal zurückblicken; vor allem die Produktion stieg dank der Entspannung der Lieferketten und des hohen Auftragsbestands zum Jahresbeginn kräftig. Die Erwartungen bleiben jedoch zurückhaltend, denn die Auftragseingänge waren zuletzt wieder rückläufig. „Die starken Zinserhöhungen und die hinkende Weltkonjunktur bremsen die Aktivitäten der deutschen Industrie,“ sagt Laura Pagenhardt, DIW-Konjunkturexpertin. „Viele Unternehmen sind verunsichert und beschränken sich momentan eher darauf, ihre Geschäftstätigkeit in bisherigem Umfang aufrechtzuerhalten, statt sie auszuweiten. Im aktuellen Umfeld ist kaum mit einer raschen Veränderung der Lage zu rechnen.“
Auch bei den Dienstleistungen ist die Lage angespannt. Die beharrlich starken Preisanstiege mindern die Kaufkraft der Haushalte weiterhin massiv und hemmen den Konsum; die Umsätze im Einzelhandel gingen zuletzt zurück und auch die Geschäftserwartungen der Dienstleister*innen haben sich eingetrübt. Zwar wirkt der Arbeitsmarkt durch die bis zuletzt deutlich gestiegene Beschäftigung stützend, die Lohnanhebungen konnten bis jetzt jedoch kaum mit der Inflation mithalten. „Die deutsche Wirtschaft findet vorerst nicht aus der Talsohle heraus“, so DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi. „Sie hat zwar bislang die Energiepreiskrise erstaunlich gut überstanden, aber eine kräftige Erholung ist leider nicht in Sicht.“

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