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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
D.I.B.: Fordert erneut Verbot von Neonikotinoiden
In einem Schreiben an EU-Kommissionspräsident Jean Claude Juncker hat der Deutsche Imkerbund e.V. (D.I.B.) als größter europäischer Bienenzuchtverband mit derzeit 115.000 Mitgliedern am 19. März 2018 erneut ein Verbot der Anwendung von neonikotinoidhaltigen Pflanzenschutzmitteln im Freiland zum Schutz der Insekten gefordert. Grund hierfür seien die zahlreichen wissenschaftlichen Studien, die die hohe Toxizität dieser Wirkstoffe belegen. Die Mehrzahl der Anwendungen stellt ein Risiko für Wild- und Honigbienen dar. Das bestätigte im Februar auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit EFSA in ihrer Pressemitteilung, in der sie Schlussfolgerungen aus ihrer aktualisierten Risikobewertung für die drei Neonicotinoide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam veröffentlichte.
Die drei Wirkstoffe sind in der EU seit 2013 aufgrund der von ihnen ausgehenden Bedrohung für Bienen derzeit mit Teilbeschränkungen belegt. Für die neuen Bewertungen der EFSA, die Wildbienen, Hummeln und Solitärbienen sowie Honigbienen betreffen, wurde eine umfassende Datenerhebung und systematische Literaturrecherche durchgeführt und die Exposition der Bienen gegenüber den Substanzen für die Faktoren Rückstände in Blütenpollen und Nektar, Staubdrift während der Aussaat/Ausbringung von behandeltem Saatgut sowie Wasseraufnahme bewertet.
Der D.I.B. kritisiert, dass die bereits im März 2017 von der EU geäußerten Pläne zur Ausweitung des Verbotes über die bisher ruhenden drei Zulassungen hinaus bisher nicht umgesetzt wurden. Es bestehe sogar die Gefahr der Wiederzulassung der drei hochtoxischen Stoffe. Somit werden Blüten besuchende Insekten, deren bedeutende Rolle für den Naturhaushalt unbestritten ist, weiterhin einer existentiellen Gefahr ausgesetzt.
Eine Umsetzung des Verbotes der hochtoxischen Wirkstoffe durch die EU müsse daher schnellstmöglich erfolgen, so D.I.B.-Präsident Peter Maske. (Deutscher Imkerbund e.V.)

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