Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

DFHV: Stellungnahme zu Perchlorat bei Obst und Gemüse

Der NDR hat am 16. Juni 2013 als Vorberichterstattung zur markt-Sendung eine ausführliche Pressemeldung zum Thema "Perchlorat" veröffentlicht. Als Ergebnis von 17 ausgewählten Proben wird dort festgehalten: "In fast jeder Probe hat das Labor Perchlorat gefunden. In drei Proben waren weit mehr als die vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlene Höchstmenge enthalten".

Der NDR hat am 16. Juni 2013 als Vorberichterstattung zur markt-Sendung eine ausführliche Pressemeldung zum Thema "Perchlorat" veröffentlicht. Als Ergebnis von 17 ausgewählten Proben wird dort festgehalten: "In fast jeder Probe hat das Labor Perchlorat gefunden. In drei Proben waren weit mehr als die vom Bundesinstitut für Risikobewertung empfohlene Höchstmenge enthalten".

Wir möchten diese Ergebnisse nicht in Frage stellen, allerdings überrascht uns dieses Resultat doch sehr. Wie der NDR selbst schreibt, hat die Wirtschaft umfangreiche Untersuchungen vorgenommen. Dabei ergibt sich nach unseren Erkenntnissen auf der Grundlage von über 1.000 Proben folgendes Bild:

- Bei 40% der Proben lässt sich Perchlorat nachweisen, in der Regel in minimalsten Spuren knapp über der analytischen Nachweisgrenze.
- Bei etwa 10% sind die Gehalte leicht erhöht, sodass die Konzentrationen eventuell auf eine besondere Eintragsquelle schließen lassen (z.B. durch Dünger mit erhöhtem Perchloratgehalt).
- Bei rund 1 % der Proben finden wir bislang eine Überschreitung der vom BfR empfohlenen Höchstgehalte (d.h. bevor entdeckt wurde, dass Dünger eine maßgebliche Eintragsquelle sein kann). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Wirtschaft sich gemeinsam mit den deutschen Behörden auf sehr strenge Beurteilungskriterien geeinigt hat. Würde man die Kalkulationsmethode der EU für Kontaminaten heranziehen, so wäre nicht ein einziger Signalwert überschritten gewesen.

Bei zukünftigen Proben erwarten wir ohnehin signifikant geringere Perchloratgehalte, weil unsere Mitgliedsunternehmen die Erzeuger weltweit aufgefordert haben, ihren Dünger auf Perchlorat zu kontrollieren, wenn sie weiter den deutschen Markt beliefern wollen.

Die Bundesregierung ist zudem aufgefordert, für das Problem der Düngemittelzulassung und -anwendung in der Brüssel eine EU-weite Kontrollregelung zu finden. Nur so können wir die Ursachen solcher Probleme am schnellsten lösen. (DFHV)

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