Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

DFHV: Sorgfaltspflichtengesetz nicht zielführend

Die Einhaltung von Menschenrechten und Sozialstandards ist für den Deutschen Fruchthandelsverbandes e.V. seit langem selbstverständlich.

Der DFHV äußert sich zum geplanten Lieferkettengesetz.

„Für den Deutschen Fruchthandelsverband und seine Mitgliedsunternehmen ist die Einhaltung von Menschenrechten und Sozialstandards in den Lieferketten bereits seit mehr als zehn Jahren eine selbstverständliche Verpflichtung.“ Das erklärte der Geschäftsführer des Deutschen Fruchthandelsverbandes e.V. (DFHV), Dr. Andreas Brügger anlässlich der Vorstellung der Eckpunkte des geplanten Gesetzes durch die Minister Heil und Müller. Er verwies auf den bereits 2007 veröffentlichten DFHV-Kodex zu Sozialstandards, der in enger Zusammenarbeit mit Greenpeace entwickelt wurde und in allen wichtigen Handelssprachen vorliegt. Der DFHV habe seinen Mitgliedsunternehmen empfohlen, diese Standards in die AGBs und Lieferverträge aufzunehmen. Zudem gebe es heute eine Fülle weiterer Zertifizierungen, die die Unternehmen gemeinsam mit ihren Kunden nutzen.

Das geplante Sorgfaltspflichtengesetz hält Brügger trotzdem für nicht zielführend. „Wenn man zum Beispiel die Lieferkette eines Bananenkartons kontrollieren möchte, darf man nicht nur einen Bauern betrachten. De facto müssten wir die Arbeits- und Lebensbedingungen von Hunderten Personen dokumentieren, die in allen Unternehmen der Lieferkette arbeiten: Pflanzenzüchtung und -vermehrung, Plantagenbewirtung, Ernte, Kartonagenherstellung, Zerlegung, Sortierung, Packbetrieb, Lagerung, Drittlandstransport, Hafenlogistik, Schiffsverladung, Stauer, Seefracht, Hafenlogistik am Zielort, Distributionslager, Reiferei, Zentrallager, Kundendistribution.“ Das sei ein enormer bürokratischer Aufwand, der mit entsprechenden Kosten verbunden wäre. „In den Produzentenländern würde sich so gut wie nichts ändern, außer dass für die Bauern noch weniger Geld übrigbliebe. Das ist eindeutig nicht unser Interesse, und Bundesminister Müller möchte es nach eigenem Bekunden auch nicht“, so Brügger. (DFHV)

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