Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

DFHV: "Der Politik fehlt es an Verlässlichkeit"

Der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. kommentiert zur Fruit Logistica in Berlin: "Der Politik fehlt es an Verlässlichkeit und uns an Planungssicherheit!"

DFHV: "Der Politik fehlt es an Verlässlichkeit und uns an Planungssicherheit!"

Anfang Februar treffen sich auf der Fruit Logistica in Berlin Kunden und Lieferanten aus der ganzen Welt, um die Versorgung mit frischem Obst und Gemüse zu besprechen. „Deutsche Fruchthändler können diese Chance nur bedingt nutzen. Für sie wird es immer schwieriger, Entscheidungen für die Zukunft zu treffen, weil die Politik in Deutschland es an einer klaren Orientierung und Verlässlichkeit fehlen lässt.“ Das erklärte der Präsident des Deutschen Fruchthandelsverbandes e.V. (DFHV), Dieter Krauß, auf der Messe.

Da sei zum Beispiel die LKW-Maut plötzlich erhöht worden, als Lieferverträge bereits zu den alten Konditionen abgeschlossen waren und es keine Möglichkeit der Nachbesserung mehr gab. Den Erzeugern im Gartenbau werde ad hoc die Subventionierung des Agrardiesels gestrichen, was den Produktionsstandort Deutschland noch weiter belaste. Und ein ganz besonderes Problem sei das Chaos rund um das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz. „Bis heute weiß niemand, wann wer welche Berichtspflichten nach dem deutschen Gesetz umsetzen muss oder ob sie doch noch ausgesetzt werden, falls die EU-Richtlinie kommt,“ sagt Krauß. Auch das Hick-Hack, innerhalb der Bundesregierung verunsichere die Unternehmen.

„Aus Gründen der Wettbewerbsgleichheit wäre eine europäische Lösung zur Kontrolle von Menschenrechtsverletzungen natürlich sinnvoll, aber nicht ein Bürokratiemonster nach deutschem Vorbild, “ so Krauß weiter. Der DFHV fordert die Bundesregierung auf, den deutschen Sonderweg eines eigenen Lieferkettengesetzes zu beenden und sich auf die Umsetzung einer praxisgerechten, unbürokratischen Lösung auf europäischer Ebene zu konzentrieren.

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