Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

DFA: Kräuterproduktion in Deutschland

Der heimische Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen schafft Biodiversität auf den Feldern und sorgt für guten Geschmack und Qualität in Küchen und Apotheken.

Agri-PV-Anlage der Fa. Steinicke in Lüchow. Bild: Steinicke Haus der Hochlandgewürze GmbH.

In Deutschland werden auf einer Fläche von rund 12.000 ha mehr als 150 verschiedene Kräuter produziert. „Unsere Kräuterbauern sehen sich angesichts der Kostensteigerungen auf dem Energie- und Arbeitsmarkt vor besondere Herausforderung gestellt“, erklärte Thomas Pfeiffer, Vorsitzender des Deutschen Fachausschusses für Arznei- Gewürz- und Aromapflanzen (DFA), anlässlich der 65. Beratung des DFA am 21.09.22 in Lüchow-Seerau.

Damit die Betriebe Bestand haben können, suchen sie nach nachhaltigen Lösungen für die energieintensive Trocknung der Kräuter: individuelle Energiekonzepte, die z.B. auf der Nutzung von Hackschnitzeln, Solarenergie und Wärmerückgewinnung basieren. Die dazu notwendigen kostspieligen Investitionen können nur über eine langfristige Absatz- und Planungssicherheit mit angemessenen Produktpreisen geschultert werden – darüber waren sich die Vertreter des Fachausschusses einig.

Nachhaltige Lösungen gibt es bereits, wie die DFA-Mitglieder live erfahren durften: Sie besuchten am 20. September, anlässlich ihrer Beratung den Kräutertrocknungsbetrieb der Firma Steinicke GmbH in Lüchow-Seerau. Dort gingen kürzlich ein Holzheizkraftwerk und eine Agri-PV-Anlage in den Betrieb. Unter der Agri-PV-Anlage wird erstmals Schnittlauch gesät. Auch für die vielen Handarbeitsstunden, die zum Jäten der Unkräuter in Arznei- und Gewürzpflanzen nötig sind, werden von der Fa. Steinicke GmbH und ihren Kräuteranbauern innovative Geräte erprobt, um den Handjäteaufwand zu reduzieren. Die rasante Entwicklung bei den Hackrobotern eröffnet große Potenziale auch für den Kräuteranbau.

Trotz der gefühlten Zuversicht der Kräuterproduzenten und -verarbeitern müssen sich die Abnehmer und Verbraucher heimischer hochwertiger Kräuter auf Preissteigerungen einstellen. (DFA)

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