Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Deutschland: Selbstversorgungsgrad und Pro-Kopf-Verbrauch von Lebensmitteln

In Deutschland lag der Selbstversorgungsgrad mit Nahrungsmitteln im Durchschnitt der vergangenen 10 Jahre bei 83%. Das ist letztlich aber nur ein rechnerischer Durchschnittswert.

Selbstversorgungsgrad und Pro-Kopf-Verbrauch von Lebensmitteln in Deutschland 2023. Grafik: BLE.

Betrachtet man einzelne Erzeugnisse, zeigt sich eine enorme Bandbreite: Während Obst und Gemüse zum überwiegenden Teil importiert werden müssen, erzeugt die deutsche Landwirtschaft deutlich mehr Zucker oder Kartoffeln als zur Nachfragedeckung in Deutschland erforderlich wäre. Im Vergleich zum Vorjahr blieben die Werte 2023 weitgehend konstant. Lediglich bei Zucker stieg der Selbstversorgungsgrad deutlich an: um fast ein Sechstel auf 155%.

Der Selbstversorgungsgrad zeigt an, in welchem Umfang die Erzeugung der heimischen Landwirtschaft den Bedarf hierzulande decken kann. Spricht man bei Lebensmitteln vom Pro-Kopf-Verbrauch, ist das nicht gleichzusetzen mit dem, was die Menschen in Deutschland tatsächlich essen. Denn zusätzlich zum Verzehr umfasst der Verbrauch zum Beispiel auch Verluste bei der Zubereitung und weggeworfene Lebensmittel, die letztlich nicht auf unseren Tellern landen.

Besonders stark angestiegen ist 2023 der rechnerische Pro-Kopf-Verbrauch von Kartoffeln: Er lag bei 63,5 kg (+14%). Umgekehrt war bei Zucker ein Rückgang um 10% gegenüber 2022 zu verzeichnen. (BZL)

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