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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Deutsche Umwelthilfe: Kampf gegen hochgiftige Pestizide
Ohne erneute Risikobewertung sowie auf Grundlage veralteter Daten hat die europäische Zulassungsbehörde die Genehmigung der beiden bedenklichen Pestizidwirkstoffe im September bis 2025 beziehungsweise 2027 verlängert. Während das klimaschädliche Insektizid und Biozid Sulfurylfluorid in Deutschland maßgeblich für die Schädlingsbekämpfung von Exportholz in Schiffscontainern eingesetzt wird, kommt der Wirkstoff Flufenacet als Pflanzenschutzmittel zum Einsatz. Die DUH kritisiert das Vorgehen der EU-Kommission als rechtswidrig und fordert diese auf, die Verlängerung der Genehmigung beider Wirkstoffe aufzuheben.
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Die Genehmigung von Pestiziden ohne Risikoprüfung und ohne Berücksichtigung neuer Forschungsergebnisse ist nicht hinnehmbar. Trotz eindeutiger Hinweise auf unannehmbare Umwelt- und Gesundheitsgefahren sollen die Giftstoffe Flufenacet und Sulfurylfluorid auf dem Markt bleiben – das akzeptieren wir nicht. Wenn unsere Anträge auf Überprüfung und Aufhebung der Genehmigungen von der Kommission abgelehnt werden, werden wir weitere rechtliche Schritte prüfen.“
Caroline Douhaire, Rechtsanwältin: „Das Pflanzenschutzmittelrecht sieht Fristen vor, innerhalb derer die Risikobewertung aktualisiert werden muss. Werden diese Fristen überschritten, werden die Wirkstoffe und Pflanzenschutzmittel derzeit auf der Grundlage veralteter Daten auf dem Markt gehalten, teilweise über viele Jahre. Ob dies mit den Vorgaben des Pflanzenschutzmittelrechts und unter anderem mit dem Vorsorgeprinzip vereinbar ist, ist äußerst fraglich.“
Der Einsatz von Sulfurylfluorid in der Logistikbranche birgt enorme Risiken für die Gesundheit. So wird das Mittel beispielsweise im Hamburger Hafen in die Transportcontainer gesprüht, die anschließend belüftet werden. Dabei tritt der Stoff ungefiltert in die Atmosphäre aus und kann beispielsweise zu Herz-Kreislauf-Störungen führen. Zusätzlich leidet das Klima: Sulfurylfluorid verbleibt für etwa 35 Jahren in der Atmosphäre und ist fast 5.000-mal so klimaschädlich wie CO2. Obwohl es gesetzlich vorgeschrieben ist, dass solche schädlichen Gase aus der Luft gefiltert werden, befindet sich eine entsprechende Technologie gerade erst in der Entwicklung. Flufenacet und seine Zerfallsprodukte gefährden die Trinkwasserversorgung für künftige Generationen, da sie in hohen Konzentration in das Grundwasser gelangen und dort nicht entfernt werden können. Die Anwendung des Wirkstoffs führt daher zu einer irreversiblen Grundwasserverschmutzung in massivem Ausmaß. Bei Flufenacet handelt es sich außerdem um einen sogenannten Substitutionskandidaten: Die Genehmigung gilt nur so lange, bis er durch einen anderen weniger bedenklichen Wirkstoff ersetzt werden kann. Das hätte schon in den letzten elf Jahren geschehen sollen. Stattdessen wurde das hochriskante Pflanzengift immer wieder „vorläufig“ genehmigt. (Quelle: DUH)

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