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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
DBV: Schutz landwirtschaftlicher Flächen
„Der Bodenschutzbericht verdeutlicht, wie wichtig der Schutz und Erhalt produktiver Böden für unsere Ernährung und unser Überleben ist. Noch immer gehen in Deutschland durch Bebauung jeden Tag rund 66 ha landwirtschaftlicher Boden der Nahrungsmittelerzeugung, Kohlenstoffspeicherung oder Wasserfilterung verloren. Dies entspricht einem täglichen Verlust von etwa 94 Fußballfeldern. Vor diesem Hintergrund problematisiert der Bericht der Bundesregierung zu Recht, dass sich auch durch die Zunahme der Bevölkerung die weltweite Flächenverfügbarkeit pro Kopf von heute rund 0,22 ha bis 2050 auf 0,18 ha nochmals weiter reduzieren wird. Erhalt und produktive Nutzung landwirtschaftlicher Flächen in Deutschland sind deshalb auch Verpflichtung gegenüber der Welt“, erklärte der Deutsche Bauernverband (DBV) zum von der Bundesregierung beschlossenen vierten Bodenschutzbericht (27.09.2017). Von 1992 bis 2015 sind in Deutschland mehr als 1 Mio. Hektar der Landwirtschaft entzogen worden, zum überwiegenden Teil durch Siedlung und Verkehr. Der DBV forderte, das in der Nachhaltigkeitsstrategie verankerte Ziel des Flächenschutzes ernst zu nehmen und die Innenentwicklung von Kommunen vor dem Neubau auf der „Grünen Wiese“ vorrangig zu behandeln.
„Die globalen Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen weisen ebenfalls auf die Bedeutung des Flächenerhalts und der Bodenfunktionen hin. Deutschland hat gute Böden, die es für die landwirtschaftliche Nutzung zu sichern gilt“, erklärte der DBV. Das Rating der Qualität der Böden der Müncheberger Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe zeigt, dass die Bodenqualität mit 64 Punkten (Skala von 0 bis 100) im bundesweiten flächengewichteten Mittelwert überdurchschnittlich gut ist. Besonders für den Anbau von Getreide ergibt sich eine überdurchschnittlich hohe potentielle Fruchtbarkeit. Auf 25% der Böden in Deutschland herrscht sogar ein hohes oder sehr hohes Ertragspotential. „Bodenschutzgesetz und -verordnung stellen in Deutschland gemeinsam mit den Anforderungen der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU eine nachhaltige landwirtschaftliche Bewirtschaftung der Böden sicher. Der Zustand unserer Böden zeigt, dass Landwirte verantwortungsvoll mit ihrer Produktionsgrundlage umgehen, diese in einem guten Zustand an ihre Nachkommen weitergeben und keine weiteren Auflagen für deren Bewirtschaftung benötigen“, betonte der DBV in seiner Bewertung des Bodenschutzberichts. (DBV)

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