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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
DBV: Öko-Beauftragter begrüßt die Zukunftsstrategie Ökolandbau
Zur Eröffnung der Biofach 2017 in Nürnberg begrüßte der Öko-Beauftragte des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Dr. Heinrich Graf von Bassewitz, die Zukunftsstrategie ökologischer Landbau des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Bassewitz äußerte seine Anerkennung für das Gesamtkonzept auf der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Vorstandsvorsitzenden des Bundes Ökologischer Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Dr. Prinz zu Löwenstein, in Gegenwart von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt. Die Zukunftsstrategie ist auf fünf Handlungsfelder fokussiert, an deren Erarbeitung sich Vertreter aus der gesamten Bio-Branche in einem Arbeitsprozess von anderthalb Jahren beteiligt haben.
Bassewitz hob als besonders vordringlich die Handlungsfelder „Zukunftsfähiger Rechtsrahmen“ und „Leistungsfähigkeit ökologischer Agrarsysteme verbessern“ hervor. Ein vernünftiger Rechtsrahmen für den Ökolandbau sei angesichts des sturen Beharrens der EU-Kommission auf ihren Vorschlägen zur Revision der Öko-Verordnung nach wie vor äußerst ungewiss. Die Kommission beharrt auf ihrem Ansatz der Rückstandskontrolle und automatischen Sperrung bei Rückstandsfunden. „Mit der Öko-Verordnung wird darüber entschieden, ob der Ökolandbau in Zukunft in die Nische zurückgeht oder ob er sich auch mithilfe der Zukunftsstrategie weiter zu einem prosperierenden Wirtschaftszweig mit zukünftig 20 Prozent Flächenanteil in Deutschland entwickeln kann“, betonte Bassewitz. Er forderte Bundesminister Schmidt auf, in Brüssel „klare Kante“ zu zeigen, wenn die EU-Kommission nicht von ihren Vorstellungen einer Revision der Öko-Verordnung endgültig ablasse. Für diesen Fall gelte es jetzt Allianzen für den Agrarrat im Juni zu schmieden, um die Revision zu stoppen.
Für die Perspektiven des Ökolandbaus entscheidend sei die Intensivierung von Forschung und Entwicklung für eine nachhaltige Ertragssteigerung des komplexen Systems Ökolandbau, erklärte Bassewitz. Der ökologische Landbau sei heute schon sehr weit im Hinblick auf eine nachhaltige Landwirtschaft entwickelt, müsse und könne aber auch noch nachhaltiger und produktiver werden. „Die Potenziale hierfür sind groß, können aber nur über deutlich ausgeweiteter Forschung mobilisiert werden“, so Bassewitz. Der DBV hatte in seinen Grundsatzpositionen zur ökologischen Landwirtschaft im Jahr 2015 einen Finanzrahmen von 60 Millionen Euro gefordert. Bassewitz forderte deshalb auf der Biofach, die vom Minister in der Zukunftsstrategie veranschlagten 30 Mio. Euro im nächsten Haushalt zu realisieren. Damit könne eine Reihe der vom DBV als notwendig erachteten Forschungsarbeiten geleistet werden. Mit einem „Big Bang“ der ökobezogenen Agrarforschung könnte der Ökolandbau als großes Versuchsfeld für nachhaltige Produktionsverfahren auch für die Technologien in der konventionellen Landwirtschaft von zunehmender Bedeutung werden, betonte Bassewitz. (DBV)

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