Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

DBV: Mahnt schnelles Internet im Gigabit-Bereich für die Landwirtschaft an

Der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisiert, dass ländliche Gebiete immer weiter von einer zukunftsfähigen Infrastruktur für das Internet abgehängt werden.

Der Deutsche Bauernverband (DBV) kritisiert, dass ländliche Gebiete immer weiter von einer zukunftsfähigen Infrastruktur für das Internet abgehängt werden. Während der aktuelle Trend zu einer Breitband-Infrastruktur mit Übertragungsraten im Gigabit-Bereich in den Ballungsräumen fortschreitet und viele Haushalte und Unternehmen dort bereits Gigabit-Geschwindigkeiten nutzen können, gilt in der Fläche derzeit nur ein Versorgungsziel von 50 Megabit. Daher fordert der DBV einen vergleichbaren Ausbau der Glasfasernetze und der nächsten Generation der Mobilfunknetze (5G) auch im ländlichen Raum.

Bei einem Symposium führender Verbände der Telekommunikationswirtschaft am Mittwoch dieser Woche in Berlin wurde eine konsequent auf Flächendeckung setzende Gigabit-Politik befürwortet, um eine wachsende digitale Kluft zwischen Stadt und Land zu vermeiden. Viel Unterstützung bekam die Forderung des Deutschen Bauernverbandes, dass in absehbarer Zeit hohe Bandbreiten auch im ländlichen Bereich zur Verfügung stehen müssen, um den Nutzen der digitalen Integration für eine ökonomisch und ökologisch nachhaltige Land- und Forstwirtschaft voll ausschöpfen zu können. Um den Weg in die „Gigabit-Gesellschaft“ auch auf dem Land zu ebnen und nachhaltigen Wettbewerb im Ausbau der Internetinfrastrukturen sicherzustellen, ist neben der Telekommunikationswirtschaft auch die Politik gefordert. Von einer großen Mehrheit der Symposiumsteilnehmer wird von der Bundesregierung eine Gesamtstrategie angemahnt, die konsequent und flächendeckend auf zuverlässige Gigabit-Geschwindigkeiten setzt. Die schon heute absehbaren Entwicklungen beim Bandbreitenbedarf, in der Prozesssteuerung und in der Verfahrenstechnik legen nahe, dass mit den bisherigen Zielen der Breitbandpolitik mittelfristig kein Staat mehr zu machen ist. Gigabitfähig sind im Festnetz Glasfasernetze, in Kürze auch Kabelnetze und im Mobilfunk die Netze der 5. Generation (5G).

Aus Sicht des Bauernverbandes ist der Handlungsdruck für die Politik in Sachen flächendeckender Versorgung mit schnellem Internet noch nie so groß gewesen wie heute. Auf dem Symposium konnte der DBV deutlich machen, dass vor allem neue Sensortechniken in der Arbeit und im Umgang mit der Natur und den Nutztieren bereits heute vielfältigste Einsatzmöglichkeiten und große Nutzenpotentiale bieten. Gerade durch die Sensortechnik fallen immer mehr Datenströme an, die für hochpräzise vernetzte Steuerungsaufgaben in Echtzeit bewältigt werden müssen. Zum Beispiel können Tierwohl und Tiergesundheit präziser erfasst oder Pflanzenbestände bis hin zur einzelnen Pflanze beobachtet und gesteuert werden. Diese Möglichkeit der weiteren Digitalisierung der Landwirtschaft bietet zudem die Chance, die kritische öffentliche Diskussion über moderne Landwirtschaft versachlichen zu helfen, so der Deutsche Bauernverband. (DBV)

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