Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

DBV: Landwirte brauchen Kostendämpfung

Der Deutsche Bauernverband fordert die allgemeine Aussetzung der Zölle auf Düngemittel-Importe.

Landwirte brauchen wo immer möglich eine Kostendämpfung bei Betriebsmitteln.

Zur Dämpfung des hohen Preisanstiegs bei Stickstoff-Düngemitteln hat die EU-Kommission im Juli 2022 einen Vorschlag zur Aussetzung der Zölle auf Ammoniak und Harnstoff vorgelegt. Inzwischen hat sich die Situation in der Gasversorgung weiter zugespitzt und es kommt zur Drosselung bzw. teilweisen Stilllegung der Düngemittelproduktion in Mitteleuropa, die auch „Ad Blue" betreffen.

Dazu erklärt Detlef Kurreck, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes: „Für eine stabile Ernte 2023 und damit eine sichere Versorgung sind die Landwirte auf die Verfügbarkeit von Düngemitteln angewiesen. Im kommenden Jahr wird die hiesige Landwirtschaft deutlich stärker auf Importe an Stickstoffdünger zurückgreifen müssen. Die Landwirte brauchen wo immer möglich eine Kostendämpfung bei Betriebsmitteln. Der Vorschlag der EU-Kommission zur Aussetzung der Importzölle nur für Harnstoff und Ammoniak ist noch nicht ausreichend. Dies muss auf alle handelsüblichen Stickstoffdünger erweitert werden. Die Zölle müssen etwa auch für Kalkammonsalpeter, Diammonphosphat und NPK-Dünger ausgesetzt werden."

Der Verordnungsvorschlag zur Aussetzung der Zölle auf Ammoniak von 5,5% bzw. auf Harnstoff von 6,5% (außer für Russland und Belarus) wird nun vom EU-Ministerrat beraten. (DBV)

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