Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

DBV: Grundlegende Überarbeitung der Vorschläge erforderlich

Anlässlich des am 22. September 2025 in Brüssel stattfindenden EU-Agrarrates fordert der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, eine grundlegende Überarbeitung der Vorschläge der Europäischen Kommission zum Mehrjährigen Finanzplan (MFR) 2028 bis 2034 und zur künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik.

Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes. Foto: DBV / Breloer.

"Die EU-Kommission gefährdet mit ihrem Vorschlag den europäischen Zusammenhalt. Mit der geplanten Trennung von Agrarpolitik und Förderung der ländlichen Räume sowie der faktischen Kürzung des Agrarbudgets um über 20% droht zudem das Ende der Gemeinsamen Agrarpolitik – ein direkter Angriff auf Landwirtschaft und ländliche Räume", so Rukwied. „Wer so handelt, riskiert nicht nur die Ernährungssouveränität und Sicherheit in Europa, sondern auch das soziale Gefüge und die Stabilität der Union. Wir fordern eine grundlegende Überarbeitung der Vorschläge der Europäischen Kommission mit einer eigenständen, finanziell gestärkten Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Dabei muss die ländliche Entwicklung als integraler Bestandteil in der GAP verbleiben."

Jetzt seien die Agrarminister gefordert: „Sie müssen die EU-Kommission sowie die Staats- und Regierungschefs an ihre Verantwortung erinnern und ein deutlich erhöhtes, zweckgebundenes Agrarbudget durchsetzen. Nur so können Ernährungssicherheit und gleiche Wettbewerbsbedingungen gesichert und die Zukunft der europäischen Landwirtschaft gestärkt werden", so Bauernpräsident Rukwied.

Die GAP ist seit jeher eine zentrale Säule der europäischen Integration und Einheit. Sie wirkt als Stabilitätsanker für die 450 Millionen Europäer, die Menschen in den ländlichen Räumen und die breite Vielfalt der landwirtschaftlichen Ein- und Mehrfamilienbetriebe. Diese Erkenntnis und den Zuspruch bekräftigt nicht zuletzt das jüngste Eurobarometer. Worauf es nun für die Staats- und Regierungschefs und die Finanz- und Agrarminister der Mitgliedstaaten sowie die Europaabgeordneten ankommt, bringt der DBV in 7 wesentlichen Kernanliegen zum Ausdruck.

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