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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
DBV: Fachforum auf der IGW 2023
Nachhaltiger Pflanzenschutz ist möglich und auch mit mehr Biodiversität vereinbar. Dies ist das Ergebnis einer Podiumsdiskussion des Deutschen Bauernverbandes (DBV) im Rahmen der Internationalen Grünen Woche. Professor Joseph-Alexander Verreet von der Uni Kiel machte zu Beginn deutlich, dass der komplette Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel zu erheblichen Ertragsverlusten bis hin zum Totalausfall führen würde. Biostimulanzien könnten helfen, die Pflanzen widerstandsfähiger zu machen und auf diese Weise zur Verminderung des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln beizutragen.
Perspektivisch kann auch der Einsatz künstlicher Intelligenz bei der Ausbringung einen wichtigen Beitrag leisten, erläuterte der KI-Spezialist Professor Joachim Hertzberg von der Universität Osnabrück. Bei der Entwicklung und dem Einsatz solcher Technik seien in den nächsten Jahren erhebliche Fortschritte zu erwarten.
Konsens bestand in der Runde darin, dass pauschale Verbote in bestehenden Schutzgebietskulissen nicht der Lösungsweg sein können, sondern auf die jeweils örtlichen Gegebenheiten einzugehen ist. In ökologisch besonders sensiblen Gebieten sei jedoch nach Aussage von Jörg-Andreas Krüger, dem Präsidenten des NABU, ein weitestgehender Verzicht auf jeglichen Pflanzenschutz unumgänglich. Gleichzeitig betonte er, dass solch eine drastische Veränderung der Bewirtschaftung nur in Zusammenarbeit mit den betroffenen Landwirten umgesetzt werden kann.
Auf die Notwendigkeit, dies als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu begreifen, wies auch Professor Enno Bahrs von der Universität Hohenheim hin. Das bedeute auch, den betroffenen Landwirten entsprechende Unterstützung zukommen zu lassen. Zusammenfassend betonte Detlef Kurreck, DBV-Vizepräsident und Landesbauernpräsident von Mecklenburg-Vorpommern, noch einmal die Notwendigkeit für die Landwirte, „den kompletten Werkzeugkasten nutzen zu können und den Komplex an Herausforderungen zu bewältigen.“ Der integrierte Pflanzenschutz der Zukunft wird seiner Auffassung nach wesentlich smarter und kann daher immer präziser eingesetzt werden, der Devise folgend: „So viel wie nötig und so wenig wie möglich.“ (DBV)

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