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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
DBV: EU-Bodenschutzrichtlinie kann Flächenverbrauch nicht reduzieren
Der Flächenverbrauch für Siedlungen und Verkehr ist nach wie vor eine der größten Herausforderungen im Umweltbereich in Deutschland und Europa. Anlässlich der Weltbodenwoche fordert der Deutsche Bauernverband (DBV), den Flächenschutz und die Senkung des Flächenverbrauchs zuoberst auf die umweltpolitische Tagesordnung zu setzen. In der nächsten Legislaturperiode müssten weitere Fortschritte beim Erhalt landwirtschaftlicher Produktionsflächen, der Vermeidung von Bodenversiegelung und bei einer flächenschonenden Naturschutzkompensation erzielt werden.
Eine europäische Bodenschutzrahmenrichtlinie leistet hier jedoch keinen sinnvollen Beitrag, bekräftigte der DBV. Die EU habe keine Zuständigkeit im Bereich Siedlungsentwicklung und Flächenverbrauch. Bodenschutz wird wesentlich effektiver über nationale Aktivitäten und das Bestreben der Landwirte zum Schutz ihrer wichtigsten Produktionsgrundlage sichergestellt. Folgerichtig hatte die Europäische Kommission Anfang Oktober 2013 angekündigt, ihren Vorschlag für eine Bodenschutzrahmenrichtlinie zurückzuziehen.
Gleichzeitig fordert der DBV mit Blick auf die Veröffentlichung des Nitratberichtes der EU-Kommission, ein repräsentatives Bild über die Situation des Gewässerschutzes in Deutschland zu vermitteln. Der Bericht sieht Deutschland bei den Nitratgehalten im Grundwasser EU-weit auf den hinteren Rängen, verschweigt aber die Tatsache, dass die für Deutschland herangezogenen Daten nicht repräsentativ und auch nicht vergleichbar mit den Daten anderer Länder seien. Nicht berücksichtigt wurde das deutsche Messnetz mit über 700 Messstellen, das die Situation der Nährstoffgehalte im Grundwasser flächendeckend und repräsentativ darstellt. Stattdessen hat die EU-Kommission ein „Belastungsmessnetz“ herangezogen, das nur rund 160 Messstellen in besonders belasteten Regionen umfasst, berichtet der DBV. Auch das Bundesumweltministerium bestätige diesen Sachverhalt. Insgesamt sei an über 90 Prozent des Grundwassers und 95% des Trinkwassers in Deutschland der Nitratgrenzwert von 50mg pro Liter eingehalten. Der DBV fordert daher, die Fortschritte im Bereich der Senkung von Nährstoffgehalten in Gewässern nicht klein zu reden oder gar statistisch auszublenden. (DBV)

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