Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

DBV: Digitalisierung eröffnet neue Vermarktungswege

"Der Lebensmittelhandel steht wie viele andere Branchen im Zuge der Digitalisierung vor großen Umbrüchen. Aktuell stehen wir vor dem Eintritt in die 'Digitalgesellschaft'."

„Der Lebensmittelhandel steht wie viele andere Branchen im Zuge der Digitalisierung vor großen Umbrüchen. Aktuell stehen wir vor dem Eintritt in die ‚Digitalgesellschaft‘. Die direkte Onlinevermarkung ist ein enormer Wachstumsmarkt für frische landwirtschaftliche Erzeugnisse“, so die Einschätzung des stellvertretenden Generalsekretärs des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Udo Hemmerling, bei der DBV-Tagung „Frische Produkte Online zum Verbraucher“ am Rande der Grünen Woche in Berlin. Bei fast allen Produkten habe der Onlinehandel heute schon eine große Bedeutung und ist ein wichtiges Marktsegment. „Allein bei der ‚Frische‘ stehe der Onlinemarkt noch in den Startlöchern. Frisches Obst, Gemüse, Fleisch, Milch und frische Erzeugnisse werden vor allem wegen logistischer Hürden bisher kaum online vermarktet. Doch auch hier ist ein Wandel erkennbar, erklärte Hemmerling. Wörtlich: „Neue Absatzideen und Systeme bieten eine große Chance für mehr Wertschöpfung, auch für die landwirtschaftlichen Erzeuger und für die ländlichen Räume.“

Auf dem DBV-Forum diskutierten über 50 Teilnehmer mit den Referenten aus unterschiedlichen Bereichen den bevorstehenden Wandel der Vermarktungswege in den nächsten zehn bis 20 Jahren hin zum Onlinehandel mit frischen Erzeugnissen. Die Digitalisierung und der Onlinehandel mit frischen Erzeugnissen wurde aus unterschiedlichen Positionen und Sichtweisen beleuchtet. Marktanalysten und Verbraucherverbände waren sich einig, dass dem Onlinehandel bei der Frische künftiges Wachstum bescheinigt werden könne. Seitens der Wissenschaft wurde der damit verbundene gesellschaftliche Wandel im Verbraucherverhalten und in den Verbraucheranforderungen beleuchtet und mit unterschiedlichen Entwicklungen in den Ballungsräumen und im ländlichen Raum abgeglichen. Dabei bestehen für die ländliche Gemeinden Chancen, gerade auch, wenn es um eine Verbesserung der Situation bei der Versorgung mit frischen Erzeugnissen bis vor die Haustür gehe, so ein Fazit des Fachgesprächs. Auch der Versandhandel und der Lebensmittelhandel bis hin zu den Erzeugerorganisationen sehen dieses Wachstumspotenzial.

„Frische“ online von Fleisch und Wurst über Fisch bis hin zu Obst und Gemüse ist nicht nur ein Trend, sondern auch eine Chance und ein Wachstumsmarkt für landwirtschaftliche Direktvermarkter oder Erzeugerzusammenschlüsse, schätzt der DBV. (DBV)

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