Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

DBG: Erfolgreicher "Zukunftstag Gartenschau"

Gartenschauen sind mehr als Stadtentwicklung. Sie sind ein Prozess, der Menschen zusammenbringt, Netzwerke entwickelt und in dieser Form einzigartig ist. Diese und weitere Erkenntnisse gab es beim "Zukunftstag Gartenschau", den die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) am 11. September 2025 im Umweltforum in Berlin ausgerichtet hat.

Zukunftspanel mit Vertretern und Vertreterinnen der Grünen Branche, v.l.: Prof. Stephan Lenzen, Thomas Banzhaf, Eva Kähler-Theuerkauf, Hajo Hinrichs und Moderatorin Katie Gallus. Foto: DBG/ Veder.

Knapp 300 Teilnehmende diskutierten über aktuelle Trends in Gesellschaft und Stadtentwicklung, über Perspektiven der nächsten Generation, Digitalisierung und Nachhaltigkeit sowie Gartenschauen der Zukunft. Vier Keynotes und Workshops zeigten: Das Instrument „Bundesgartenschau“ hat eine starke Zukunft, auch in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts. Damit Gartenschauen gelingen, wird zunehmend die junge Generation eingebunden.

„Der Zukunftstag Gartenschauen hat es geschafft, viele Menschen aus ganz unterschiedlichen Gesellschaftsbereichen in Berlin einen ganzen Tag lang zusammenzubringen. Ein starker Mix aus Wissenstransfer, generationenübergreifendem Dialog, Netzwerktreffen und Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zur Transformationskraft von Gartenschauen vor dem Hintergrund des Klimawandels “, sagt Thomas Banzhaf, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der DBG sowie Präsident des Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau e. V. (BGL). „Gartenschauen sind keine Momentaufnahmen. Sie sind Investitionen in die Zukunft, die Jahrzehnte wirken – auch als Standortfaktor: wertsteigernd, anziehend für Unternehmen, für Fach- und Arbeitskräfte, gut für die Gesundheit der Bevölkerung, die Naherholung und den Tourismus. Jeder Euro, jede gepflanzte Staude zahlt sich mehrfach aus – für das Klima, die Menschen und unsere Städte. Aber hinter jeder gelungenen Gartenschau steckt nicht nur eine Idee – dahinter stehen Menschen, die diese mit Leben füllen. Vor allem benötigen wir dazu die Fachleute aus Gärtnereien, Garten- und Landschaftsbaubetrieben und den Baumschulen – sie lassen die Ideen Wirklichkeit werden.“

DBG-Geschäftsführer Dr. Achim Schloemer sagt: „Grün prägt das Morgen, und Gartenschauen spielen dabei eine entscheidende Rolle. Das haben die Diskussionen, Workshops und Statements auf dem Zukunftstag Gartenschau eindrucksvoll bewiesen. Gartenschauen geben starke Impulse für die Bildung tragfähiger Netzwerke bei der künftigen Stadt- und Regionalentwicklung. Als solche sind sie unverzichtbar. Eine der wichtigsten Aufgaben ist es, dabei die junge Generation mit ihren Ideen und Bedürfnissen besser einzubinden. So kann sich das Format zukunftsfähig weiterentwickeln. Gartenschauen sind Reallabore und Szenarien möglicher Entwicklungen unserer Städte von morgen und übermorgen. Daher sind wir sehr zuversichtlich, dass sie auch in den kommenden Jahrzehnten die Stadtentwicklung prägend werden.“ 

Den Auftakt des „Zukunftstag Gartenschau“ bildeten vier Keynotes: Zukunftsforscherin Christiane Varga beschrieb Städte der Zukunft als gesellschaftliche Möglichkeitsräume, die Beziehungen, Begegnungen und gemeinsames Gestalten ermöglichen. Professorin Nina Kolleck betonte die Bedeutung der nächsten Generation, die frühzeitig in die Gestaltung der Lebensräume der Zukunft eingebunden werden möchte. Digitalexperte Christian Hansen stellte die Vielzahl digitaler Anwendungen auf den Prüfstand und zeigte auf, wie die Bundesgartenschau Wege zu einer nachhaltigeren, suffizienteren digitalen Zukunft erproben kann. Gartenschau-Fachmann Thies Schröder forderte mehr „Cathedral thinking“ – also ein Denken in größeren zeitlichen Dimensionen, die auf bis zu 250 Jahre nach einer Gartenschau reichen.

In zwei Panel-Runden blickten Vertretende aus Politik, Städten und der grünen Branche kritisch auf die Ergebnisse: Der Wuppertaler Oberbürgermeister Prof. Dr. Uwe Schneidewind, der ehemalige Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz, Professorin Bettina Oppermann (Leibniz Universität Hannover, Präsidentin DGGL) sowie Dr. Ellen Madeker (Airbnb). Die grüne Branche war vertreten durch Thomas Banzhaf, Eva Kähler-Theuerkauf (Präsidentin Zentralverband Gartenbau e.V.), Hajo Hinrichs (Präsident Bund deutscher Baumschulen e.V.) und Prof. Stephan Lenzen (Präsident Bund Deutscher Landschaftsarchitekt:innen). Durch das Programm führte Moderatorin Katie Gallus.

Der Vorplatz sowie die Räume des Umweltforums sowie die Räume wurden vom Gartenbau, von Baumschulen und Floristik blühend und grün gestaltet. (DBG)

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