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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
DBG: Bedauert Absage der Bundesgartenschau
Am Mittwoch, 22.6.2022, hatte die Rostocker Bürgerschaft entschieden, dass es keine Bundesgartenschau in Rostock geben wird. Die Stadtvertreter folgten mit ihrem Beschluss der Empfehlung des Oberbürgermeisters und BUGA-Aufsichtsratsvorsitzenden Claus Ruhe Madsen.
„Wir akzeptieren, dass sich die Hanse- und Universitätsstadt aufgrund der äußeren Umstände für die Absage der BUGA entschieden hat“, sagt Jochen Sandner. „Der Stadt Rostock und ihren Einwohnern wünsche ich das Beste für den nun angestrebten Weg.“
Als Grund für die Absage führt Claus Ruhe Madsen die veränderten Bedingungen an, unter denen sich die für 2025 geplante Bundesgartenschau in Rostock nicht mehr realisieren lasse: Die Planungen würden durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg sowie steigende Kosten für Material und fehlende Fachkräfte am Markt erschwert. Nun sollen der Vertrag mit der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft gekündigt, die Mitarbeiter*innen in anderen städtischen Bereichen untergebracht werden.
Die im Rahmen der BUGA Rostock 2025 geplanten Projekte sollen ohne eine Bundesgartenschau priorisiert umgesetzt werden. Oberste Priorität haben die Realisierung der Warnow-Brücke, die Neugestaltung des Stadt-Hafens und der Bau eines Wohnquartiers auf der östlichen Warnow-Seite. Weiter unten in der Prioritätenliste stehen der Stadtpark auf einem Deponiegelände sowie das Erlebbarmachen des Biotops Hechtgrabenniederung. Niedrigste Priorität haben die geplante Freianlage auf dem Fährberg, ein Stadtstrand, der Bau der Greifenbrücke und die Sanierung des IGA-Parks.
„Das ist sehr schade“, sagt Jochen Sandner. „Denn es sind diese Projekte, die das Grün in die Stadt bringen und damit die Lebensqualität der Menschen nachhaltig verbessern. Und genau das gehört zu den Hauptaufgaben einer Bundesgartenschau: Grünflächen in der Stadt zu sichern und aufzuwerten.“
Dass eine BUGA abgesagt wird, ist bisher noch nicht vorgekommen. Seit mehr als 70 Jahren hat sich die Bundesgartenschau als Motor für integrierte Stadt- und Regionalentwicklung bewährt, und die Zahl der Interessenten lässt keinen Zweifel am Format aufkommen: Bis zum Jahr 2031 sind Bundesgartenschauen verbindlich geplant. Gespräche mit Städten und Regionen, die sich mit der Planung einer BUGA oder IGA mit einem Zeithorizont in die 2040er Jahre befassen, werden intensiv geführt.
Daher geht der Blick nach vorne: In Mannheim, der Stadt der BUGA 2023, werden an diesem Wochenende gut 200 Gärtnerinnen und Gärtner aus ganz Deutschland zum Aussteller*innen-Informationstag der DBG erwartet. Dabei werden die Standorte und Konzepte für den gärtnerischen Wettbewerb vorgestellt und für die BUGA-Kulissen Luisenpark und Spinelli-Gelände letzte Absprachen für das sommerlange Gartenfest im kommenden Jahr getroffen. (DBG)

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