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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Cybersicherheit: Anforderungen verhältnismäßig ausgestalten
Der HDE unterstützt das Ziel, die Widerstandsfähigkeit von Unternehmen und ihren Schutz gegen Cyberangriffe zu stärken. Mit Blick auf Sicherheitsanforderungen für kleine und mittlere Unternehmen gehe es jedoch um die Wahrung der Verhältnismäßigkeit von Maßnahmen, so der Verband.
Kritisch bewertet der HDE insbesondere die diskutierte Anwendung der NIS-Richtlinie in Abhängigkeit der Unternehmensgröße sowie ihre pauschale Ausweitung etwa auf den Lebensmittelsektor. „Cybersicherheit ist heute wichtiger denn je. Doch gerade für kleine und mittlere Unternehmen sind entsprechende Maßnahmen weder administrativ noch finanziell zu bewältigen“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. In ihren bevorstehenden Trilogverhandlungen müssten die EU-Institutionen die NIS-Richtlinie daher verhältnismäßig ausgestalten.
„Würde der Kommissionsvorschlag umgesetzt, wären Zehntausende Unternehmen von den Vorschriften betroffen und müssten hohe Sicherheitsanforderungen erfüllen. Ein großer Teil hiervon wären mittelständische und inhabergeführte Märkte im Lebensmittelhandel sowie Bäckereien und Metzgereien“, so Tromp weiter. Den Anwendungsbereich der NIS-Richtlinie allein wegen ihrer Zugehörigkeit zum Lebensmittelsektor und ihrer Unternehmensgröße auf diese kleinen und mittleren Unternehmen auszuweiten, sei unverhältnismäßig. Welche Unternehmen von kritischer Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft seien, müsse vielmehr von ihrer Rolle für die Versorgungssicherheit der Bürgerinnen und Bürger abhängig gemacht werden. „Bei einem Cyberangriff auf einen mittelständischen Lebensmittelmarkt ist die Versorgung der Bevölkerung nicht gefährdet. Für ein solches Unternehmen sollten daher nicht pauschal höhere Sicherheitsanforderungen gelten“, betont Tromp. (PdH)

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