Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

CVUA: Untersucht Frischobst auf Pflanzenschutzmittelrückstände

Im Jahr 2012 wurden am CVUA Stuttgart insgesamt 799 Proben Frischobst aus konventionellem Anbau auf Rückstände von über 600 Pflanzenschutzmitteln untersucht.

Im Jahr 2012 wurden am CVUA Stuttgart insgesamt 799 Proben Frischobst aus konventionellem Anbau auf Rückstände von über 600 Pflanzenschutzmitteln untersucht. 737 dieser Proben (92%) wiesen Rückstände von insgesamt 197 verschiedenen Wirkstoffen auf (2011: 184 Wirkstoffe, 2010: 169 Wirkstoffe, 2009: 183 Wirkstoffe). Insgesamt wurden 3994 Rückstandsbefunde quantitativ bestimmt. Bei 36 Obstproben (4,5%) wurden Höchstmengenüberschreitungen festgestellt. Im Vergleich zu den Vorjahren (2011: 3,6%, 2010: 4,2%, 2009: 7,7%) lag die Beanstandungsquote somit leicht höher als in den Jahren 2010 und 2011.

Während bei Proben aus dem Inland von 226 analysierten Proben 7 (3,1%) über der Höchstmenge lagen und von 253 Proben aus anderen EU-Ländern 3 Proben (1,2%) wegen Höchstmengenüberschreitungen beanstandet wurden, sind Proben aus Ländern außerhalb der EU, sogenannte Drittlandsware, dagegen eher höher belastet. Von 302 analysierten Proben waren 25 (9,2%) Proben über der Höchstmenge bei Waren aus Drittländern.

Im Jahr 2012 wurde unter anderem die Substanz Phosphonsäure neu in das Untersuchungsspektrum aufgenommen. Die Substanz gehört zu den Fungiziden und wird häufig im Weinbau zur Bekämpfung von Peronospora eingesetzt. In Tafelweintrauben wurden hier Gehalte zwischen 0,36 mg/kg bis 11,8 mg/kg gefunden. Weitere Phosphonsäurebefunde wurden in Zitrusfrüchten (Gehalte von 0,11 mg/kg bis 8,2 mg/kg) ermittelt. Aufgrund der durchschnittlich vergleichsweise hohen Phosphonsäure-Rückstände (3,65 mg/kg) ist eine Erhöhung des mittleren Pestizidgehaltes im Jahr 2012 zu verzeichnen.

Rückstände mehrerer Pestizide waren bei Obst sehr häufig nachweisbar: 2012 wiesen 663 Obstproben (83%) Mehrfachrückstände auf (2011: 81%, 2010: 77%, 2009: 82%, 2008: 76%). Im Schnitt wurden 5,0 verschiedene Wirkstoffe je Obstprobe nachgewiesen, wobei die Verteilung der Anzahl Pflanzenschutzmittel je Probe, je nach Obstart und je nach Herkunft zum Teil große Unterschiede aufweist. (CVUA Stuttgart)

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