Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

CVUA: Bakterielle Krankheitserreger in Gurken und Karotten

Sind Gurken und Karotten zum Rohverzehr geeignet? Das CVUA Stuttgart untersuchte Gurken und Karotten aus konventioneller und ökologischer Erzeugung auf Lebensmittelinfektions- und intoxikationserreger.

Gurke und Karotten aus ökologischem Anbau. Bild: D. Otto-Kuhn, privat.

Erreger lebensmittelbedingter Erkrankungen können auch durch den Verzehr frischen Gemüses übertragen werden, insbesondere wenn das Gemüse als Rohkost genossen wird.

Die wichtigsten Erreger lebensmittelbedingter Erkrankungen sind Zoonose-Erreger oder Umweltkeime. Die Erreger können durch Verunreinigungen mit Ausscheidungen landwirtschaftlicher Nutztiere, die als Dung auf Felder ausgebracht werden, in die Lebensmittel gelangen. Häufig erfolgt eine Kontamination der Lebensmittel auch durch Schmutz- oder Staubspuren, verunreinigtes Reinigungswasser oder andere tierische und menschliche Ausscheidungen. Die im Ökolandbau bevorzugte Kreislaufwirtschaft erfordert natürliche Düngung mittels Dung aus eigenem Tierbestand.

90 Proben von Gurken und Karotten wurden mikrobiologisch auf typische, durch Lebensmittel übertragbare Krankheitserreger und Fäkalindikatoren untersucht. Davon waren 14 Gurken ökologisch und 32 konventionell erzeugt, 16 Proben Karotten aus ökologischem und 28 aus konventionellem Anbau.

Krankheitserregende Salmonellen, Verotoxinbildende Escherichia coli (VTEC), Erreger schwerer hämorrhagischer Enteritis, sowie Listeria monocytogenes, Erreger der humanen Listeriose, waren in keiner Probe nachweisbar. Bacillus cereus, ein Erreger, der in sehr hohen Keimkonzentrationen von über 1 Mio. Keime pro Gramm Erbrechen oder Durchfall verursachen kann, war in zwei Bio-Gurken und je einer Packung mit ökologisch und konventionell erzeugten Karotten nachweisbar. Die Konzentrationen lagen zwischen 400 und 8400 Keimen pro Gramm und waren somit noch unbedenklich. Durch Waschen und Schälen des Gemüses können Keimzahlen weiter reduziert werden.

Staphylococcus aureus, Eitererreger und Verursacher von Lebensmittelintoxikationen, Clostridium perfringens, ebenfalls Intoxikationserreger, und Escherichia coli, Indikatorkeim für fäkale Verunreinigung, wurden weder in ökologisch noch in konventionell erzeugten Gurken und Karotten nachgewiesen.

Nach diesen erfreulichen Untersuchungsergebnissen sind Gurken und Karotten bezüglich ihrer mikrobiologischer Qualität auch zum Rohverzehr gut geeignet. Unterschiede zwischen ökologischer und konventioneller Erzeugung waren nicht feststellbar. (CVUA)

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