Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

CTGCE: Europas Weihnachtsbaumproduktion im Blick

Vom 5. bis 8. Juli kamen die Weihnachtsbaumanbauer aus zwölf europäischen Ländern zum jährlichen CTGCE‑Treffen in Irland zusammen. Die Tagung zeigte eindrucksvoll, wie eng die Branche inzwischen europäisch vernetzt ist. Unter deutschem Vorsitz seit Januar 2025 wurden in diesem Jahr vor allem die Marktentwicklungen und die Versorgungslage intensiv diskutiert.

Die CTGCE‑Jahrestagung in Irland zeigt klare Markttrends für die kommende Saison. Bild: GABOT.

Die europäische Marktsituation weist deutliche Verschiebungen bei Angebot und Größenverfügbarkeit auf. Dänemark fährt seine Produktion weiter zurück, was vor allem bei Bäumen ab zwei Metern spürbare Engpässe verursacht. Große Qualitäten sind immer schwieriger zu bekommen, während kleinere Größen weitgehend stabil verfügbar bleiben. In Deutschland stellt sich die Lage ähnlich dar: Die Nachfrage nach großen Bäumen übersteigt das Angebot, und die Preise steigen entsprechend. Je nach Betrieb und Region bewegen sich die Anpassungen im Bereich von drei bis vier Euro und teilweise darüber. Erst im Herbst wird sich zeigen, wie stark diese Erhöhungen tatsächlich im Markt ankommen.

Für andere europäische Länder bleibt die Situation schwerer zu bewerten, da viele ihre Märkte primär selbst bedienen. Österreich und die Schweiz gelten als solide versorgt, mit Engpässen ebenfalls vor allem im Bereich der großen Größen. Frankreich scheint ebenfalls eingedeckt zu sein, abgesehen von den besonders gefragten Höhen über zwei Metern. Zu Polen und Tschechien konnten keine belastbaren Informationen gewonnen werden, da keine Vertreter beim Treffen in Irland anwesend waren.

Neben der Marktlage war die europaweite Positionierung gegen den Plastikbaum ein zentrales Thema. Mikroplastik, das bei Alterung und Entsorgung synthetischer Bäume freigesetzt wird, sowie die schlechte Wiederverwertbarkeit vieler Kunststoffprodukte rücken zunehmend in den Fokus der Verbände.

„Wir erleben eine neue europäische Geschlossenheit. Alle Mitgliedsländer arbeiten daran, die Vorteile des natürlichen Weihnachtsbaums klar herauszustellen – und gemeinsam gegen die Umweltprobleme des Plastikbaums vorzugehen“, betonte CTGCE‑Präsident Lars Zimmermann in Irland.

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