Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Corteva Agriscience: Erste Innovationsfarmen

Corteva Agriscience initiiert langfristiges Kooperationsprojekt mit Ackerbaubetrieben in Deutschland für nachhaltigere Landwirtschaft.

Der Landwirtschaftsbetrieb Uherek in Sachsen-Anhalt ist einer der Corteva Agriscience Innovationsfarmen in Deutschland. Bild: Corteva Agriscience.

Die ersten "Innovationsfarmen" von Corteva Agriscience in Deutschland sind gestartet, um für Herausforderungen, mit denen viele landwirtschaftliche Betriebe hierzulande konfrontiert sind, nachhaltige Lösungen zu erproben.

Der Betrieb Uherek in Gröbitz, Sachsen-Anhalt, und die Landwärts GbR, bestehend aus drei Betrieben in Pattensen, Niedersachsen, sind nun die Pilothöfe, auf denen Corteva nicht nur Bodengesundheit und Biodiversität auf dem Acker fördern, sondern auch klimawirksame Emissionen reduzieren sowie Ökosystemdienstleistungen erhalten will. Ebenso sollen die Rentabilität und die Erträge der Innovationsfarmen durch innovative Maßnahmen gesichert sowie die gesellschaftliche Akzeptanz durch Wissenstransfer gefördert werden. Das Projekt verfolgt einen bioökonomischen Ansatz. Durch die Entwicklung innovativer, standortangepasster und flächeneffizienter Produktionssysteme sollen bisherige Konflikte zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Anforderungen aufgelöst werden.

Die Initiative ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie 2030 von Corteva Agriscience. Rudolf Fuchs, Geschäftsführer DACH bei Corteva Agriscience, erklärte: „Die neuen Innovationsfarmen in Deutschland sind unsere ersten europaweit und damit ein wichtiger Schritt zur Umsetzung der globalen Strategie unseres Unternehmens hier in der Region.“

Dr. Melanie Hauer-Jákli, Field Agronomist und Projektleiterin, und Andreas Schumacher, Country Sales Manager Crop Protection, beide verantwortlich für die Corteva Innovationsfarmen, fügten hinzu: „Das langfristig angelegte Projekt zielt darauf ab, ganzheitliche und vor allem umsetzbare Konzepte zu entwickeln, um ökologische, ökonomische und soziale Aspekte des landwirtschaftlichen Betriebs in Einklang zu bringen. Die Maßnahmen sind auf die einzelnen Innovationsfarmen zugeschnitten, werden aber auch Best-Practice-Beispiele für andere Betriebe liefern, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.“

Die Corteva Innovationsfarmen dienen als Testbetriebe für ein breites Spektrum an Maßnahmen und Tools. Dazu gehören beispielsweise die Integration artenreicher Bereiche im Feld durch Mischkulturen und der Toleranz von Beikräutern, eine ressourcenschonende Bewirtschaftung durch die Nachtsaat oder auch durch die Einbindung von Agroforstsystemen, aber auch digitale Hilfsmittel wie Applikationskarten zur bedarfsgerechten Ausbringung von Betriebsmitteln.

Der Landwirtschaftsbetrieb Uherek in Sachsen-Anhalt ist ein 300 Hektar großer Familienbetrieb, der Winterhartweizen, Winterweizen, Winterraps, Zuckerrüben, Mais, Soja, Sonnenblumen und Gerste anbaut. Landwirt Florian Uherek nennt seine Gründe, warum er sich für die Teilnahme an dem Projekt entschieden hat: „Vor allem die zunehmende Trockenheit stellt uns vor große Herausforderungen, aber auch der soziale Druck auf uns Bauern wächst.“

Auf den 500 Hektar der Landwärts GbR in Niedersachsen werden Winterweizen, Zuckerrüben, Silomais, Winterraps und Markerbsen angebaut. Geschäftsführer und Landwirt Christian Redeker fördert aktiv den Insekten- und Artenschutz durch Maßnahmen wie die Aussaat spezieller Blühmischungen. Nachhaltige Methoden zur Unkrautbekämpfung, zum Beispiel gegen Ackerfuchsschwanz, stehen dort im Fokus. (Corteva Agriscience)

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