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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Coronakrise: BdB legt Forderungskatalog vor
Die Lage der Branche ist laut BdB-Präsident Helmut Selders uneinheitlich. Während die Baumschulen als Lieferanten für den Garten- und Landschaftsbau im nationalen Geschäft geringe Einbußen verzeichneten, sei der Export in viele Länder nahezu zusammengebrochen. „Aber auch der nationale Galabau-Markt ist fragil. Viele erwarten, dass Ostern eine Wegmarke für den Geschäftsverlauf wird", so Selders.
Besonders schwierig sei die Lage bei den Baumschulen, die Gartencenter belieferten. „Auch in diesem Segment liefern wir international. Die Auslandsmärkte sind nahezu vollständig zusammengebrochen. Und auch in Deutschland macht sich die Schließung der Gartencenter in einigen Bundesländern negativ bemerkbar. Massive Stornierungen haben zu hohen Umsatzeinbußen geführt", schildert Selders die Lage.
Im Gegensatz zu anderen Branchen sei Kurzarbeit in den Betrieben jedoch kein geeignetes Instrument. „Die Kulturarbeiten müssen weitergehen. Die Pflanzen müssen weiter versorgt werden und auch die Aufschulung steht an. Die Betriebe haben also hohe Kosten ohne Erlöse erzielen zu können."
Schnellstmöglich plädiert der Verband daher für eine Öffnung der Gartencenter. Dies diene dem Ziel, die Bevölkerung mit Obstgehölzen zu versorgen, aber auch um den eigenen Garten oder Balkon zu verschönern. Dies sei auch ein Instrument, um die Bevölkerung aus dem öffentlichen Raum fernzuhalten.
Kurz und mittelfristig müsse aber der Staat den Betrieben helfen. Neben den Liquiditätshilfen stellt der BdB sechs Forderungen:
1. Eine 90-prozentige Übernahme des Kreditrisikos durch die öffentliche Hand,
2. Eine Nullverzinsung der Kredithilfen,
3. Ein Kultivierungs- bzw. Entsorgungszuschuss des Bundes für Produkte, die im Rahmen der Frühjahrssaison nicht abgesetzt werden können,
4. Eine Aussetzung der Pachten für die Freilandproduktion und Übernahme der Pachten durch den Bund für die ersten sechs Monate des Jahres 2020,
5. Ein staatliches 1-Million-Bäume-Programm für die städtische Infrastruktur zur Kompensation eines möglichen Einbruchs in der Bauwirtschaft,
6. Eine schnellstmögliche Öffnung der Grenzen für die Saisonarbeitskräfte zur Fortsetzung der Kulturarbeiten in den Betrieben.

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