- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Copa&Cogeca: Bereit für den Neustart
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Copa&Cogeca: Bereit für den Neustart
Nachdem das Europäische Parlament am 19. April 2018 die politische Einigung zur Überarbeitung der EU-Ökoverordnung erzielt hat, bekräftigen Copa und Cogeca ihre Bereitschaft, nun an einer effektiven Umsetzung der Regeln zu arbeiten, um einen reibungslosen Übergang und eine harmonisierte Umsetzung der technischen Ökolandbau-Auflagen zu gewährleisten.
Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe „Ökolandbau“ von Copa&Cogeca, Kees Van Zelderen, sagte: „Der EU-Markt für ökologische Erzeugnisse verzeichnete in den vergangenen vier Jahren ein rasches Wachstum um 48% und beläuft sich nun auf einen Wert von rund 30 Euro Mrd. Euro pro Jahr. Dieser Trend ist auf die zunehmende Verbrauchernachfrage zurückzuführen.“
„Trotz dieser Zunahme werden lediglich 7% der gesamten landwirtschaftlichen Fläche der EU für den Ökolandbau verwendet. Das Defizit zwischen der EU-Nachfrage und -Produktion wird durch zunehmende Importe gedeckt. Wir möchten daher sicherstellen, dass die zukünftige Ökolandbau-Gesetzgebung mehr Landwirte zum ökologischen Anbau ermutigen wird, während gleichzeitig das Vertrauen der Verbraucher durch die Beibehaltung der strengen Kontrollen aufrechterhalten wird“, betonte Van Zelderen.
Copa und Cogeca sind der Ansicht, dass durch eine gute Zusammenarbeit mit den EU-Institutionen die Durchführungsbestimmungen und delegierten Rechtsakte verabschiedet werden können, die eine Weiterentwicklung des EU-Ökolandbaus gewährleisten werden. Auch die positiven Regelungen, die in der zukünftigen Gesetzgebung beibehalten werden, werden zum Wachstum des Sektors beitragen. Mischbetriebe beispielsweise garantieren, dass Neueinsteiger allmählich auf Ökolandbau umstellen können, und es ist gut, dass diese Möglichkeit beibehalten wurde. Die in der neuen Gesetzgebung vorgesehene vereinfachte Regelung für Gruppenzertifizierungen für Kleinerzeuger wird ebenfalls eine Hilfe für die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft bieten. Ferner werden Erzeuger aus Nicht-EU-Ländern, die ihre Erzeugnisse in der EU verkaufen möchten, - sofern kein Äquivalenzabkommen zwischen der EU und Nicht-EU-Ländern besteht - die gleichen Auflagen erfüllen müssen. Dies wird den EU-Erzeugern einen faireren Wettbewerb garantieren.
„Bevor die neue Ökolandbau-Gesetzgebung am 1. Januar 2021 in Kraft tritt, werden wir weiterhin hart arbeiten müssen, um einen reibungslosen Übergang und eine weitere Harmonisierung der Umsetzung der technischen Auflagen zu garantieren, indem eine maßgeschneiderte Sekundärgesetzgebung zu Produktionsstandards, Importen, Kennzeichnung und Kontrollen verabschiedet wird“, fügte Van Zelderen hinzu.
Copa-Cogeca-Generalsekretär Pekka Pesonen sagte zusammenfassend: „Der EU-Ökolandbau ist ein europäisches freiwilliges Qualitätssystem; er liefert öffentliche Güter und trägt zum Schutz von Umwelt und Tierwohl bei. Er ist in den vergangenen zehn Jahren stetig gewachsen. Wenn wir diesen Trend aufrechterhalten möchten, ist es entscheidend, die wirtschaftliche Bestandsfähigkeit dieses Sektors zu verbessern und weiter dazu beizutragen, ihn aus seinem Nischendasein herauszuführen und seinen Marktanteil zu erhöhen.“ Die förmliche Annahme durch die EU-Minister wird im Mai erfolgen. (Quelle: Copa&Cogeca)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.