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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Copa: Wählt Joachim Rukwied zum neuen Präsidenten
Rukwied, der einen Ackerbaubetrieb in Deutschland führt, sagte nach seiner Wahl: „Ich werde die hervorragende Arbeit meines Vorgängers Martin Merrild fortführen, der zur Sicherung der Position von Copa zur künftigen GAP beigetragen und auf ein gutes Handelsabkommen zwischen der EU und Japan gedrängt hat.“
„Ich bin überzeugter Europäer und der festen Ansicht, dass die Gemeinsame Agrarpolitik einen europäischen Mehrwert erbringt. Eine meiner Prioritäten wird sein, für die kommenden Jahre eine starke, gemeinsame, nachhaltigere und einfachere GAP sicherzustellen, die ausreichend finanziert ist und den Landwirten bei der Bewältigung zunehmender Herausforderungen wie dem Klimawandel und Marktvolatilität hilft. Die Vereinfachung der Regeln der GAP, der Abbau von Bürokratie für die Landwirte und die Gewährleistung gemeinsamer Regeln in der gesamten EU sind essenziell“, betonte er.
Mit Blick auf detailliertere Maßnahmen sagte Rukwied: „Die Direktzahlungen der GAP müssen in aktueller Höhe in der ersten Säule verbleiben, da dies den Landwirten dabei hilft, besser mit Einkommensrisiken umzugehen. Auch die Marktsicherheitsnetze müssen erhalten und weiter ausgebaut werden. Der Schwerpunkt muss unter anderem auf Maßnahmen gelegt werden, mit denen die Landwirte Marktrisiken besser bewältigen können. Hierzu gehört die Entwicklung von Termin-Märkten, um die zunehmende Marktvolatilität in den Griff zu bekommen. Risikomanagementmaßnahmen müssen in der zweiten Säule der GAP verbleiben und ihre Nutzung muss für die Erzeuger weiterhin freiwillig sein. Dies muss sich auch in der Mitteilung der Kommission zur GAP widerspiegeln, die Ende November veröffentlicht werden könnte“, so Rukwied.
„Zudem muss die Stellung der Landwirte in der Lebensmittelkette verbessert werden. Ich begrüße die Arbeit des Landwirtschaftskommissars Hogan in dieser Hinsicht und erwarte für 2018 konkrete Vorschläge zur Beseitigung unlauterer Handelspraktiken in der Lebensmittelversorgungskette. Wir brauchen eine gesetzliche Regelung zur Bekämpfung unlauterer Handelspraktiken, da freiwillige Ansätze nicht funktioniert haben.“
„Des Weiteren werde ich faire, ausgewogene Handelsabkommen anstreben. Wir haben ernste Bedenken hinsichtlich der aktuell verhandelten Abkommen zwischen der EU und dem lateinamerikanischen Handelsblock Mercosur sowie Australien und Neuseeland. Ich werde mich mit Nachdruck für ein gutes Abkommen für die europäischen Landwirte einsetzen und darauf drängen, dass die Landwirtschaft in den Gesprächen nicht als Druckmittel eingesetzt wird.“
„Mit Blick auf den Brexit ist besonders wichtig, Störungen des Handels so gering wie möglich zu halten und das Defizit von 10,3 Mrd. Euro, das der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU verursacht, zu decken.“ (Quelle: copa-cogeca)

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