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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Copa-Cogeca: EU-Bericht bestätigt hohe Sicherheitsstandards
Copa und Cogeca reagierten auf einen durch die europäischen Landwirtschaftsminister zu diskutierenden neuen EU-Bericht zur nachhaltigen Verwendung von Pestiziden mit den Worten, dass dieser die hohen von den Landwirten und ihren Genossenschaften eingehaltenen Sicherheitsstandards sowie ihre solide Nutzerkompetenz bestätige. Dies werde durch die EU-Institutionen nicht ausreichend bekannt gemacht.
In einer Sitzung mit der estnischen Ratspräsidentschaft sagte der stellvertretende Präsident von Copa, Henri Brichart, heute: „Der großen Mehrheit an Schädlingen und Krankheiten wird durch landwirtschaftliche Praktiken Einhalt geboten. Hierzu gehören z.B. der Fruchtwechsel, die Auswahl von Saatgut und Sorten, bestimmte Anbaupraktiken, die Wahl des Aussaatdatums und der Aussaatdichte und die Bewässerung. Einige dieser Techniken wie neue Zuchttechniken und Pflanzenschutzmittel geraten jedoch aufgrund mangelnden Vertrauens in die EU-Institutionen und der Tatsache, dass nicht wissenschaftlich fundierte Entscheidungen in den Mittelpunkt rücken, unter Druck.“ „Auch wenn die Landwirte gut geschult sind und ihre Sprühgeräte kontrolliert werden, werben die EU-Institutionen gegenüber der Öffentlichkeit nicht ausreichend für unsere hohen Sicherheitsstandards und bauen das Vertrauen in unser System nicht ausreichend auf. Dies führt dazu, dass die Bürgerinnen und Bürger unsere landwirtschaftlichen Praktiken hinterfragen und uns sichere, wirksame Mittel verlorengehen“, warnte er.
Glyphosat ist das beste Beispiel hierfür - sowohl die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) als auch die europäische Chemikalienagentur (ECHA) haben dem Wirkstoff ein positives Gutachten ausgestellt. Seine Wiederzulassung für volle 15 Jahre sollte außer Frage stehen. „Nirgends auf der Welt werden Pflanzenschutzmittel auf so sichere Weise verwendet wie bei uns. Dennoch versagt die EU darin, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Landwirtschaft abzusichern. Dies führt zu Wettbewerbsfähigkeitseinbußen auf globaler Ebene. Die europäischen Landwirte und ihre Genossenschaften müssen Zugang zu technologischem Fortschritt dieser Art haben, um den anstehenden Herausforderungen gewachsen zu sein und wettbewerbsfähig zu bleiben“, betonte er. Er hob außerdem hervor, wie wichtig fairer Handel sei und mit welch großer Vorsicht die anstehenden Handelsgespräche mit dem lateinamerikanischen Handelsblock Mercosur angegangen werden müssten, da er bezweifle, dass diese Länder tatsächlich gewillt seien, faire Ausgangsbedingungen zu garantieren. So habe beispielsweise der argentinische Präsident Mauricio Macri vor kurzem die Einführung von Ausfuhrerstattungen für argentinisches Schweinefleisch angekündigt.
Anschließend betonte Brichart die wichtige Rolle der Landwirte bei der Gewährleistung gesunder, produktiver Böden, welche Win-Win-Lösungen für das Klima und die Wirtschaft böten. Nach der jüngsten Erfahrung mit der Bodenrahmenrichtlinie sei jedem klar gewesen, dass ein alternativer Weg beschritten werden sollte, um voranzukommen.
Abschließend begrüßte er die Erklärung zahlreicher Minister zur Bedeutung der Bioökonomie und sagte, dass diese in der künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und in der EU-Forschungspolitik eine zentrale Rolle spielen werde. (Quelle: Copa & Cogeca)

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