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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Copa-Cogeca: Diskussion mit EU-Kommissar Oettinger
Copa und Cogeca diskutierten diese Woche in Brüssel mit EU-Kommissar Oettinger über den künftigen EU-Haushalt und wiesen darauf hin, dass die Agrarausgaben in der jetzigen Höhe gewahrt bleiben müssten, da ansonsten nicht nur die Lebensgrundlage der Landwirte, sondern auch unsere Wettbewerbsfähigkeit, die Versorgung mit hochqualitativen Lebensmitteln sowie die Erreichung der ökologischen und sozialen Ziele der EU gefährdet würden.
Copa-Präsident Martin Merrild sagte in Brüssel: „Copa und Cogeca sprechen sich entschieden gegen jegliche Kürzungsvorschläge von Geldern des zukünftigen EU-Haushalts für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) aus. Das Einkommen der Landwirte beträgt bereits lediglich 40% des EU-Durchschnittseinkommens und ist in den letzten vier Jahren um 20% gesunken. Gleichwohl sind sie diejenigen, die nicht nur für die tägliche Erzeugung hochwertiger, sicherer Lebensmittel unter Einhaltung strenger Produktions- und Tierschutzstandards verantwortlich, sondern auch Teil der Lösung bei der Bekämpfung des Klimawandels sind. Sie bilden zudem das Rückgrat der ländlichen Gebiete und sichern oft Wachstum und Beschäftigung in Gebieten, in denen keine andere Beschäftigungsquelle existiert. Dies ist eine der zentralen Prioritäten der Juncker-Kommission.“ Unsere Exporte sind auch für die Wirtschaft lebenswichtig. Wir brauchen eine GAP, die unsere Wettbewerbsfähigkeit auch in Zukunft unterstützt.“
Merrild lobte den Kommissar für seine Unterstützung des Agrarsektors. Kommissar Oettinger warnte während des Treffens vor den ernsten Herausforderungen, vor denen die EU stehe, und sagte, dass der Brexit zu Verlusten im EU-Haushalt führen werde. Zudem müssten neue Prioritäten wie Flüchtlinge, Migration, Sicherheit und der Kampf gegen den Terrorismus angegangen werden. Er wolle jedoch vermeiden, dass die Landwirtschaft hierunter leide, und hofft auf eine konstruktive Lösung. Er forderte die Landwirtschafts- und Genossenschaftsverbände nachdrücklich dazu auf, sich aktiv und konstruktiv in die Debatte einzubringen und die Thematik auch mit ihren Ministern zu diskutieren.
Cogeca-Präsident Thomas Magnusson sagte anschließend: „Die Gemeinsame Agrarpolitik trägt zum Erreichen der meisten nachhaltigen Entwicklungsziele der EU bei, und dies zu Kosten, die weniger als 1% der gesamten öffentlichen Ausgaben der EU ausmachen - das ist ein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Angesichts des erwarteten Wachstums der Weltbevölkerung und einem stark geplagten Agrarsektor dürfen gerade jetzt Ausgaben nicht gekürzt und der vielfältige Nutzen der Landwirtschaft nicht gefährdet werden. Da sie in den letzten Jahren mit der negativen Marktlage zu kämpfen hatten, brauchen die Landwirte und ihre Genossenschaften ausreichend Unterstützung, um in der Lage zu sein, ihrer Tätigkeit auf angemessene Art und Weise nachgehen zu können. Wir appellieren an das Parlament, die Minister und die Kommission, sicherzustellen, dass wir auch in Zukunft einen bestandsfähigen und nachhaltigen Agrarsektor haben.“ (Copa-Cogeca)

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