Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Chemischer Pflanzenschutz ist unverzichtbar

Im Europäischen Parlament in Brüssel hat gestern das Pestizid Aktions-Netzwerk (PAN) eine gemeinsam mit anderen Umweltorganisationen durchgeführte Untersuchung zu Rückständen von Pflanzenschutzmitteln in Wein vorgestellt.

Dazu erklärt der Generaldirektor des Europäischen Verbands der Pflanzenschutz-Industrie (ECPA), Friedhelm Schmider: „Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Wein stellen kein gesundheitliches Risiko dar. Mit einem Anteil von 60 Prozent an der weltweiten Produktion ist Europa die Nummer eins unter den Weinerzeuger-Regionen. Dieser Erfolg basiert auf der langen Tradition des Weinbaus hier, auf der hohen Qualität der Weine, auf einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis und auf der Sicherheit des Produkts. Wir als Pflanzenschutz-Industrie sind stolz, zu diesem Erfolg beizutragen. Weintrauben sind vielen Krankheiten und Schädlingen ausgesetzt. Die Pflanzenschutz-Industrie bietet die Hilfsmittel, um die Kulturen davor zu schützen – übrigens oft in Verbindung mit biologischen Verfahren.“

Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und eventuelle Rückstände auf den Trauben werden von unabhängigen Organisationen sorgfältig überprüft, erklärte Schmider weiter. Für alle bei Weintrauben eingesetzten Pflanzenschutzmittel gibt es zulässige Rückstands-Höchstmengen, die einen umfassenden Schutz der Gesundheit gewährleisten. Vorhandene Rückstände werden außerdem im Rahmen der Verarbeitung der Trauben – durch das Keltern, die Gärung sowie Reinigungs- und Klärungsprozesse minimiert.

PAN kritisiert, dass in allen untersuchten, konventionell erzeugten Weinen Rückstände gefunden wurden. „Alle diese Wirkstoffe sind in Europa zugelassen“, betont Schmider. „Vor allem aber sind die gefundenen Mengen äußerst gering.“ Das macht ein Vergleich der nachgewiesenen Konzentrationen im Wein mit den zulässigen Rückstands-Höchstmengen auf Weintrauben deutlich. Die Höchstmengen für Trauben liegen im Regelfall zwischen 2.000 bis 5.000 Mikrogramm pro Kilogramm. Im Wein wurden in der überwiegenden Zahl der Fälle weniger als 20 Mikrogramm pro Liter gefunden. Die höchste gemessene Menge – und ein absoluter Ausreißer – waren 450 Mikrogramm eines Wirkstoffs in einem Liter Wein – bei einer zulässigen Rückstands-Höchstmenge von 5000 Mikrogramm pro Kilogramm Trauben.

„Das Pestizid Aktions-Netzwerk und die übrigen an der heutigen Pressekonferenz beteiligen Organisationen setzen sich dafür ein, möglichst viele Pflanzenschutzmittel vom Markt zu verbannen. Sie sollten aber auch die Folgen für den Weinbau und für die gesamte Landwirtschaft in Europa bedenken“, forderte Schmider. (iva)

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