Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Carbon-Leakage: Gemüse und Pilze erstmals berücksichtigt

Die EU hat die Carbon-Leakage-Kompensation ausgeweitet und den Unterglas-Gemüsebau und die Pilzzucht einbezogen. Der Zentralverband Gartenbau (ZVG) begrüßt diesen Schritt ausdrücklich, kritisiert jedoch das zu lange und bürokratische Verfahren.

Aus Sicht des ZVG kann die Erweiterung der Carbon-Leakage-Kompensation nur ein erster Schritt sein. Bild: GABOT.

Vier Jahre Bearbeitungszeit für diese Anerkennung sind ein regelrechtes Armutszeugnis. „Wir haben uns lange und intensiv dafür eingesetzt, dass die spezialisierten Gartenbaubetriebe mit Gemüse unter Glas und Pilzanbau in die Carbon-Leakage-Kompensation aufgenommen werden“, betont Dr. Hans Joachim Brinkjans, stellvertretender ZVG-Generalsekretär.

Jetzt kommt es darauf an, dass die Betriebe die engen Fristen im Blick behalten: Die Anerkennung wird erst mit der Veröffentlichung im Bundesanzeiger wirksam. Ab diesem Zeitpunkt haben betroffene Unternehmen drei Monate Zeit, ihre Anträge rückwirkend für die Abrechnungsjahre 2021 bis 2025 einzureichen.

Das Antragsverfahren für die Betriebe ist kompliziert, teuer und insgesamt zu bürokratisch. Dabei belasten die CO₂-Kosten die Unternehmen massiv und gefährden Arbeitsplätze und Betriebsexistenzen.

Aus Sicht des ZVG kann die Erweiterung der Carbon-Leakage-Kompensation nur ein erster Schritt sein. Angesichts steigender Energie- und CO₂-Kosten brauche der Gartenbau planbare, unbürokratische und breit wirkende Entlastungen für alle Betriebe.

Der Carbon-Leakage-Antrag für den Zierpflanzenanbau unter Glas wurde im November 2024 vom Bundeswirtschaftsministerium abgelehnt. Eine Entscheidung, die für den ZVG weiterhin nicht nachvollziehbar ist.

Der Verband fordert daher, die im Koalitionsvertrag vorgesehenen Maßnahmen zur Entlastung des Gartenbaus zügig umzusetzen und insbesondere die CO₂-Kosten für die gesamte Branche wirksam zu begrenzen. (ZVG)

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