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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Calluna: Resistenzbildung bei Glomerella vorbeugen
Glomerella cingulata ist ein bedeutender Erreger des Triebsterbens an Callunen. Eine große wirtschaftliche Gefahr stellt es für die produzierenden Betriebe dar, wenn gegen diesen Erreger mit einer zu geringen Bandbreite an Pflanzenschutzmitteln behandelt wird und es zu Resistenzausprägungen kommt.
Am 24.September hat der Azerca-Züchtungsausschuss mit Frank Lehnhof vom Pflanzenschutzamt Niedersachsen eine Zusammenarbeit vereinbart, mit dem Ziel mögliche Resistenzbildungen bei Glomerella vorzubeugen. Das Pflanzenschutzamt Niedersachsen wird mit der Produzentenvereinigung Azerca in der aktuellen Heidesaison noch Untersuchungen von mit Glomerella befallenem Material vornehmen, um die vorhandene Minderwirkung von Pflanzenschutzmitteln zu untersuchen.
Vorausgegangen waren Untersuchungen des Pflanzenschutzamtes mit der Lehr- und Versuchsanstalt in Bad Zwischenahn. Dabei wurde Inokulationsmaterial aus einem öffentlichen Park verwendet, in dem nur ein Pflanzenschutzmittel zugelassen war. Der Glomerella-Stamm erwies sich im Laufe der Untersuchungen als stark minderempfindlich gegenüber strobilurinhaltigen Pflanzenschutzmitteln.
„Wir müssen verhindern, dass wir uns nach einer Behandlung mit einem Pflanzenschutzmittel in Sicherheit wiegen und dabei die ungenutzte Zeit verrinnt eine Krankheit einzudämmen“, stellte Helmut Hiedl, Vorsitzender des Züchtungsausschusses, fest. Er dankte damit dem Pflanzenschutzamt für diese Chance, einen Überblick über eine mögliche Ausbreitung von Resistenzen zu gewinnen.
Im weiteren Verlauf der Tagung wurde außerdem über eine Verbesserung in der Blüteninduktion durch eine Belichtung mit optimiertem Lichtspektrum durch eine angepasste LED-Belichtung diskutiert. David Schmidtmayr der Firma Sanlight, Schruns in Österreich, stellte den Stand der Technik und mögliche Optimierungen vor. Helmut Hiedl aus dem süddeutschen Altusried wird eine Versuchsfläche in seinem Betrieb mit der Firma einrichten und die Ergebnisse sichten.
Die Züchter, die im Betrieb Johannes van Leuven in Geldern tagten, sahen sich abschließend dessen Neuzüchtungen, seine Sammlung besonderer Erikenarten und das aktuelle Callunensortiment an. (ZVG/Azerca)

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