Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BVS: Anbaufläche von Stärkekartoffeln stabilisiert

"In Deutschland wurden diesjährig 60.300 Hektar Stärkekartoffeln angebaut. Nach mehreren Jahren mit einer rückläufigen Flächenentwicklung hat sich der Anbau stabilisiert", erklärt Hans-Wilhelm Giere, Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Stärkekartoffelerzeuger e.V. (BVS), anlässlich der Jahrestagung des Erzeugerverbandes Ende August im bayerischen Sünching.

Der BVS geht von durchschnittlich guten Erträgen sowie Stärkegehalten aus. Bild: GABOT.

Deutschland als anbaustärkste Region von Stärkerohstoff innerhalb der EU liegt damit im europäischen Trend, denn auch in der Gemeinschaft ist eine Trendumkehr bei der Flächenentwicklung zu sehen. Einen Anbauumfang von derzeit 220.500 Hektar Stärkekartoffeln gab es zuletzt vor vier Jahren.

Der wechselhafte Witterungsverlauf der letzten Wochen, mit Phasen von Trockenheit sowie regionalen Starkniederschlägen, forderte den Landwirten wieder einiges ab, um die Kartoffelbestände vital und gesund zu erhalten. „Derzeit gehen wir von durchschnittlich guten Erträgen sowie Stärkegehalten aus. Unsere über den BVS organisierten mehr als 2.800 Vertragsanbauer können daher die abgeschlossenen Vertragsmengen mit den Fabriken erfüllen“, betont der BVS-Vorsitzende. „Gerade in bewegten Zeiten, wie sie der freie Kartoffelmarkt derzeit erlebt, schätzen unsere Landwirte den Vertragsanbau und die damit verbundene Absatz- und Preissicherheit für ihre Kartoffelernte. Angesichts der hohen Produktionskosten sowie der volatilen Märkte für freie Ware anderer Verwendungsbereiche der Kartoffel, ist das ein hohes Gut“.

Einen Spielraum nach unten bei den Produktpreisen sieht der BVS-Vorsitzende nicht. „Kartoffelstärke, Kartoffeleiweiß und die diversen Spezialprodukte erfordern hohe Qualitäts- und Sicherheitsstandards. Um die Rohstoffversorgung der Fabriken mit qualitativ guten Stärkekartoffeln abzusichern, muss sich die Stärkeindustrie an anderen Kartoffelverwendungsbereichen orientieren und die im Wettbewerb stehenden Vertragspreise weiter steigern.“

Weitere nationale sowie internationale Strukturdaten und Entwicklungen für den Bereich Stärkekartoffeln und Kartoffelstärke hält die BVS-Broschüre „Daten & Fakten 2025“ bereit. Diese Fachpublikation wird traditionell zur Jahrestagung des Verbandes fertiggestellt und ist online abrufbar.

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