Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BVL: Technische Potentiale nutzen, Bürokratie abbauen

Der von Kommissionspräsidentin von der Leyen nun auch offiziell vollzogene Schlussstrich unter die SUR wirft die Frage auf, wie es mit einer generellen Strategie zur Reduktion des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln weitergehen soll.

"Das Scheitern der SUR muss als Chance gesehen werden", sagt Detlef Kurreck, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV).

Einen ersten Aufschlag macht nun der Deutsche Bauernverband (DBV) zusammen mit dem Industrieverband Agrar (IVA) und dem Verband der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA). In einem gemeinsamen Papier weisen die Verbände auf technische und administrative Möglichkeiten hin, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zügig, intelligent und ohne weitere Verschärfungen im Ordnungsrecht zu reduzieren. Digitale Präzisionslandwirtschaft, verbunden mit Teilflächen-, Band- und Spotanwendung im Pflanzenschutz, oder eine effizientere Düngemittelausbringung leisten wesentliche Beiträge zur Erfüllung der Reduktionsziele. Außerdem können neue Düngeprodukte, alternative, biologische Pflanzenschutzmittel und Pflanzenzüchtung ergänzend unterstützen. Die politisch formulierten Reduktionsziele von Pflanzenschutzmitteln und Dünger müssen aber mit Qualitäts- und Ertragsanforderungen des Marktes und den lokalen Bedingungen vereinbar bleiben.

Notwendig hierfür sind nach Aussage der Verbände zum Beispiel die Bereitstellung staatlicher Daten und Informationen (z. B. Hangneigungskarten, Wetterdaten, Grenzen von Gewässern, Wasserschutz- und Naturschutzgebieten sowie Drainagen und Grundwasserflurabständen) durch die zuständigen Behörden der Bundesländer. Durch den Ausbau von qualifizierter Beratung muss Wissen schneller in die Praxis transferiert werden als durch die Aufnahme in aktuelle Lehrpläne der Ausbildung/Lehre. Die Industrie ihrerseits ist bereit, Verbesserung der durchgängigen, systemübergreifenden Digitalisierung und des interoperablen Datenmanagements durch „AgIN", der Verknüpfung verschiedenster Cloudanwendungen beizusteuern, ebenso wie eine Vereinfachung der Anwendung und Dokumentation durch „Digital Label Compliance", also eine Bereitstellung von maschinenlesbaren Anwendungsanleitungen im Pflanzenschutz. Dazu Detlef Kurreck, Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV): „Das Scheitern der SUR muss als Chance gesehen werden, bei der Frage der Reduktionsziele zu einer faktenbasierten Diskussion zurückzukehren. Bauern sind grundsätzlich innovativ und bereit, Zukunft zu gestalten, deshalb muss jetzt Kooperation statt Ordnungsrecht die Devise sein." (BVL)

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