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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BVEO: Erzeugerorganisationen stellen sich Herausforderungen
(v.l.) Dr. Christian Weseloh, Geschäftsführer BVEO; Hans-Jörg Friedrich, Vorsitzender Fachausschuss Obst und Gemüse im Deutschen Raiffeisenverband; Christian Ufen, Vorsitzender Fachgruppe Gemüsebau im Bundesausschuss Obst und Gemüse; Franz-Josef Holzenkamp, Präsident Deutscher Raiffeisenverband; Jens Stechmann, Vorsitzender Bundesausschuss Obst und Gemüse; Johannes Bliestle, Vorsitzender BVEO und Dr. Henning Ehlers, Hauptgeschäftsführer Deutscher Raiffeisenverband. Bild: © BVEO.
Bei der Gremientagung der Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) machte deren Vorsitzender und Geschäftsführer der Reichenau-Gemüse eG, Johannes Bliestle deutlich: „Die Corona-Pandemie und vor allem der Ukraine-Krieg haben zu starken Beeinträchtigungen bei den Lieferketten und zu weitreichenden geopolitischen Verwerfungen geführt. In Folge dessen kam es zu einem starken Kostenanstieg bei Betriebsmitteln, Lohn und Energieträgern. Höhere Verkaufspreise auf Erzeugerebene wären für eine Kompensation der Kosten notwendig, sind jedoch in den meisten Märkten aktuell nicht umsetzbar.“
Zwei Tage lang diskutierten die BVEO-Mitglieder vom 22. bis 23. März 2023 im Herzen von Berlin über die Schwerpunkte der aktuellen Markt- und Förderentwicklung des Sektors und die enormen Herausforderungen für die Erzeugerorganisationen und die angeschlossenen Betriebe angesichts einer multiplen Krisensituation. Wie wichtig in einer solchen Situation eine enge Zusammenarbeit der Sonderkulturverbände zur Begleitung der nationalen und EU-politischen Entwicklungen sei, unterstrich Jens Stech-mann, Vorsitzender des Bundesausschusses Obst und Gemüse (BOG). Für mehr Technologieoffenheit plädierte Franz-Josef Holzenkamp, Präsident des Deutschen Raiffeisenverbandes (DRV) und Mitglied im BVEO-Gesamtvorstand: „Um die geplanten Beschränkungen der landwirtschaftlichen Praxis, wie etwa im Pflanzenschutzmitteleinsatz, zu kompensieren, muss sich die Politik technologieoffen zeigen und Hürden beseitigen. Die enormen Herausforderungen unserer Zeit können wir nur mit technologischem Fortschritt und dem Einsatz moderner Verfahren begegnen. So besteht etwa mit neuen Züchtungsmethoden die Chance für eine zukunftsfähige und resiliente Agrar- und Ernährungswirtschaft.“
In der erstmals nach einer längeren Corona-bedingten Zwangspause wieder stattfindenden BVEO-Gremientagung war die Themenpalette breit gefächert. In Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen wurden unter anderem die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs auf die Märkte und die neue Förderperiode in der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO) besprochen. Über den Tellerrand ging der Blick bei Vorträgen zu möglichen Synergien in der Zusammenarbeit von Erzeugerorganisationen und Start-ups sowie bei der Frage, wie viel Obst und Gemüse das Social Web verträgt?
Am Ende der Tagung wurde deutlich: Auch wenn die Obst- und Gemüsebranche vor schwierigen Zeiten steht, stellen sich die Mitglieder der BVEO den Herausforderungen mit großer Entschlossenheit und Leidenschaft und erfüllen ihre Verantwortung, die Bevölkerung mit heimischem Obst, Gemüse und Pilzen zu versorgen. „Wir können Krisen“, fasste DRV-Präsident Holzenkamp zusammen.

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