Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Burgenland: Skandalöse Ausbeutung von SaisonarbeiterInnen

Die Gewerkschaft PRO-GE erhebt schwere Vorwürfe gegen einen "Gemüsebau"-Betrieb im burgenländischen Kukmirn. "Neun rumänische und ungarische SaisonarbeiterInnen wurden mit einem Körberlgeld abgespeist und das bei Arbeitszeiten, die weit über dem Erlaubten lagen".

Die Gewerkschaft PRO-GE erhebt schwere Vorwürfe gegen einen "Gemüsebau"-Betrieb im burgenländischen Kukmirn. "Neun rumänische und ungarische SaisonarbeiterInnen wurden mit einem Körberlgeld abgespeist und das bei Arbeitszeiten, die weit über dem Erlaubten lagen".

"Darüber hinaus berichtet unser Regionalsekretär, dass die Unterbringung der Betroffenen in menschenverachtenden, eher pferchähnlichen Containern organisiert war", berichtet Anton Wesselich, burgenländischer Landessekretär der Produktionsgewerkschaft. Die PRO-GE hat zur Feststellung und zur Beendigung dieser unfassbaren Zustände die zuständigen Behörden die Land- und Forstwirtschaftsinspektion des Landes und die Finanzpolizei - eingeschaltet.

"Für gerade einmal 100 Euro in der Woche mussten die ErntehelferInnen bis zu 17,5 Stunden am Tag oder 336 Stunden im Monat arbeiten und sich damit unfassbare arbeitsrechtliche Verstöße gefallen lassen. Nach Abschluss der behördlichen Erhebungen muss ein klares Zeichen gesetzt werden, dass derartiges Vorgehen gegen MitarbeiterInnen kein Kavaliersdelikt sein kann, sondern dass derartige Zustände sowohl zivilrechtlich als auch strafrechtlich zu ahnden sind", fordert der PRO-GE Landessekretär.

In einem Werbefilm auf seiner Internetseite präsentiert sich der Gemüsebaubetrieb als "jüngster Spross der Unternehmensfamilie", die zwei der bekanntesten Betriebe im Wiener Prater betreibt. "Wir achten unsere Mitarbeiter" wird darin als eines der "Grundprinzipien der Unternehmensfamilie" angeführt. Auch von Führungskräften, die "vorbildlich für Werte und Ethik einstehen" und der Verantwortung, sich für die "Schwächeren in unserer Gesellschaft einzusetzen" ist darin die Rede. "Verstöße gegen das Arbeitsrecht sind selbstverständlich in keinem Fall akzeptabel, aber diese Heuchelei schlägt dem Fass den Boden aus", stellt Wesselich fest. (Quelle: PRO-GE) 

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