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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BUND: Sieht Monsanto Offerte von Bayer kritisch
Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht die geplante Übernahme des US-Agrar-Riesen Monsanto durch den deutschen Chemiekonzern Bayer kritisch. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag) sagte Heike Moldenhauer, Leiterin Politik-Gentechnik beim BUND: "Wenn Bayer Monsanto wirklich aufkauft, heißt das, dass das Unternehmen verstärkt auf Gentechnik setzen will." Bayer sei wirtschaftlich und politisch sehr einflussreich. Sie sei besorgt darüber, dass der Chemieriese nach einer Übernahme seine Interessen in Deutschland und der EU noch aggressiver vertreten werde.
Den Zeitpunkt für die Offerte hält Moldenhauer für klug gewählt. Er fällt mitten in die politische Diskussion um eine Verlängerung der Zulassung des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat in der EU. Der US-Saatgutkonzern generiert einen Großteil seines Umsatzes durch das weit verbreitete Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat und das Geschäft mit genmanipulierten Pflanzen.
Bayer sei angesichts der Konzentrationsprozesse in der Branche unter Zugzwang. "Wenn Bayer noch mitspielen will im Konzert der ganz Großen, müssen sie sich schnell umgucken. Deswegen hat Monsanto jetzt das Übernahmeangebot am Hals". Der US-Saatgutkonzern sei aktuell billig zu haben. "Monsanto ist angeschlagen, auch weil Glyphosat gerade sehr angeschlagen ist. Die haben ihre besten Tage hinter sich", meint die Pestizid-Expertin.
Moldenhauer kritisierte, dass die Abstimmung über eine Verlängerung der Glyphosat-Zulassung in der EU am Donnerstag erneut verschoben wurde. "Es hat den Anschein, als will die Kommission so lange weiterverhandeln, bis sie das gewünschte Ergebnis bekommt. Das finde ich sehr bedenklich." (ots)

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