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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BUND fordert: Glyphosat-Zulassung sofort aufheben
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisiert die aktuelle Ankündigung der EU-Kommission für eine verlängerte Zulassung des krebserzeugenden Pestizids Glyphosat vehement. "Es ist inakzeptabel, dass die EU-Kommission Europas Bevölkerung weiter einer Substanz aussetzen will, die von der WHO als 'wahrscheinlich krebserzeugend' eingestuft wurde. Bundesagrarminister Christian Schmidt muss endlich aus der Deckung kommen und die Sorgen der Bevölkerung ernst nehmen. Glyphosat lässt sich inzwischen nicht nur in einer Vielzahl von Lebensmitteln nachweisen, sieben von zehn getesteten Berlinern hatten Glyphosat im Urin", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
Bereits im Sommer hatte Weiger in einem Schreiben an Schmidt auf die Fragwürdigkeit der Zulassung von Glyphosat und dessen verharmlosende Bewertung seitens des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) hingewiesen. Das BfR attestiere in seiner Funktion als Berichterstatter im Rahmen der geplanten EU-Wiederzulassung Glyphosat seit Langem gesundheitliche Unbedenklichkeit. Die Einschätzung des BfR – "es gibt keine fachlich fundierten Hinweise auf mutagene, krebserzeugende, reproduktionsschädigende oder fruchtschädigende Eigenschaften und auch keine Hinweise auf endokrinschädliche Eigenschaften" – sei nach der WHO-Bewertung hinfällig. Das Schmidt unterstellte BfR habe sogar vorgeschlagen, den Grenzwert für die Menge an Glyphosat, die ein Mensch täglich aufnehmen könne, ohne gesundheitlich Schaden zu nehmen, von 0,3 auf 0,5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht anzuheben. Zur BUND-Kritik an der Vorgehensweise des BfR habe Schmidt in einem Antwortschreiben mitgeteilt, es sei nicht seine Aufgabe als Bundesminister, in wissenschaftliche Entscheidungsprozesse einzugreifen.
"Aus unserer Sicht stellt sich Minister Schmidt nicht seiner Verantwortung. Insgesamt muss sich die Bundesregierung vorwerfen lassen, dass sie dem Schutz der Bevölkerung weniger Bedeutung beimisst als den Profitinteressen von Glyphosat-Herstellern wie Monsanto", sagte der BUND-Vorsitzende.

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