Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

BUND: Fordert Glyphosat-Verbot für private Anwender und Ausstiegsplan

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht in den heute bekannt gewordenen Untersuchungen des Umweltbundesamtes (UBA) zur Belastung der deutschen Bevölkerung mit Rückständen des Totalherbizids Glyphosat eine Bestätigung eigener vor drei Jahren durchgeführter Tests bei Großstadtbewohnern.

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht in den heute bekannt gewordenen Untersuchungen des Umweltbundesamtes (UBA) zur Belastung der deutschen Bevölkerung mit Rückständen des Totalherbizids Glyphosat eine Bestätigung eigener vor drei Jahren durchgeführter Tests bei Großstadtbewohnern. Hatten 2013 70% der vom BUND in Deutschland sowie 44% der europaweit getesteten Personen Glyphosat im Urin, habe das UBA jetzt bei bis zu 60% der Deutschen das Pestizid im Körper nachgewiesen.

"Die UBA-Studie zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Glyphosat-Einsatz in der Landwirtschaft und der Belastung der Menschen gibt. Je mehr von dem Herbizid gespritzt wird, desto mehr Menschen nehmen es auch auf. Dass die gemessenen Werte unter angeblich unbedenklichen Grenzwerten liegen, ist wenig beruhigend. Pestizide wie Glyphosat gehören nicht in Lebensmittel und nicht in den menschlichen Körper", sagte die BUND-Pestizidexpertin Heike Moldenhauer.

Sie kritisierte, dass es bisher keine Untersuchungen zur langfristigen und vermutlich lebenslänglichen Aufnahme von Glyphosat in kleinen Mengen gebe. Die bisherigen Tierversuche seien vor allem Kurzzeitstudien mit hohen Dosierungen gewesen.

Moldenhauer: "Wie bei vielen anderen chemisch wirkenden Substanzen ist es sehr wahrscheinlich, dass Glyphosat bei einer stetigen und länger andauernden Einwirkung bereits in kleinen Dosen gesundheitsgefährdende Effekte auslösen kann. Deshalb muss der Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft deutlich reduziert werden. Das Bundeslandwirtschaftsministerium muss den Einsatz im Privatbereich und das Spritzen von Glyphosat – zum Beispiel beim Weizen – kurz vor der Ernte umgehend ganz verbieten. Was wir brauchen ist ein Ausstiegsplan für Glyphosat mit klaren Reduktionszielen und entsprechenden zielführenden Maßnahmen. Es ist inakzeptabel, dass die Bevölkerung einer Substanz ausgesetzt wird, die von der WHO als wahrscheinlich krebserzeugend eingestuft wurde." (Quelle: BUND)

Neuen Kommentar schreiben

Kommentare (0)

Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.