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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Bremen: Will Förderung der Dachbegrünung streichen
Rot-Grün will die erfolgreiche Förderung der Dachbegrünung für private Bauherren und gewerbliche Gebäude in Bremen komplett streichen. Lediglich für sog. "Großwohnanlagen" soll noch ein geringes Budget aufgewendet werden. "Es ist ein komplett falsches Signal der rot-grünen Koalition für die Zukunft des Bauens in Zeiten des Klimawandels", so ein Sprecher des Bündnis "grünes bremen". Gerade mit Blick auf die zunehmende Innenverdichtung komme Grünanteilen am Bau eine wichtige Ausgleichfunktion zu. Vereinbart hatte die Koalition daher auch die Fortsetzung und erweiterte Förderung der Dachbegrünung. Denn "Grünflächen sind wichtig für die Lebensqualität in der Stadt und zur Anpassung an den Klimawandel" – so steht es im Koalitionsvertrag.
Das bisherige Programm ist überaus erfolgreich: In Bremen wurden quer durch alle Stadtteile - von kleiner Garage bis zu großen Firmendächern - etwa 30 Gründachprojekte pro Jahr gefördert. Zur Zeit liegen Anträge für über 2.000 qm begrünte Dachflächen vor. "Ein bestens eingeführtes Programm, das sich hervorragend für die Entwicklung einer grünen, klimaangepassten Stadt eignet", so das Bündnis "grünes Bremen". Mit dem Ausschluss aller privater Eigentümer/-innen und von gewerblichen Immobilien sei die Dachbegrünung in Bremen tot. Als völlig unrealistisch schätzen Fachleute die Wirksamkeit der jetzt beabsichtigen "Pseudoförderung" für Großwohnanlagen ein. Wohnungsunternehmen müssten rund 50.000 Euro und mehr in die Hand nehmen, um die 25%-Förderung zu bekommen. Es gäbe zudem keine direkten Vorteile für Eigentümer, Mieter oder Wohnungsbaugesellschaft.
Damit Bremen - trotz zunehmender Bebauung - fit für den Klimawandel wird, fordert das Bündnis "grünes bremen" mehr zu tun für Dachbegrünung und grüne Fassaden. Grüne Dächer müssten für alle Gebäudetypen gerade in besonders sensiblen Innenstadtbereichen weiter und verstärkt gefördert werden. Mindestens sei die bisherige Fördersumme von 165.000 Euro einzusetzen. Denn Bauwerksbegrünungen sind ein zentrales Instrument, um einen Ausgleich zu erreichen zwischen der Verdichtung der Stadt und der Notwendigkeit, für die Klimaanpassung wichtigen Grünstrukturen zu erhalten und in sensiblen Bereichen auch neu zu schaffen. Ziel sei es, das alle Neubauten mit geeigneten Flachdächern ein grünes Dach bekommen, so das Bündnis. Solche Pläne bzw. Regelungen gäbe es in vielen deutschen Städten, in Bremen allerdings nicht.

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