Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Brandenburg: Selbstversorgungsgrad mit Speisekartoffeln von unter 30%

Der Landesbauernverband Brandenburg weist auf den geringen Selbstversorgungsgrad mit Speisekartoffeln in der Hauptstadtregion Berlin/Brandenburg von unter 30% hin.

Der Selbstversorgungsgrad mit Speisekartoffeln in der Hauptstadtregion Berlin/Brandenburg liegt unter 30%. Bild: GABOT.

Derzeit werden im Land Brandenburg lediglich auf zirka 11.100 Hektar Kartoffeln angebaut. Allein im ehemaligen DDR-Bezirk Potsdam wurden bis zur Wende bis zu 60.000 Hektar mit Kartoffeln bepflanzt. Heute gibt es im Land nur noch wenige Agrarbetriebe, die Kartoffelanbau betreiben.

Für sichere Erträge benötigt die Kartoffel regelmäßig verteilte Niederschläge. Bedingt durch den Klimawandel ist Brandenburg allerdings verstärkt mit trockenen Perioden konfrontiert. Eine sinnvolle Antwort auf dieses Problem wären deshalb moderne Bewässerungsmöglichkeiten, auf die immer dann zurückgegriffen werden kann, wenn es nötig ist. Nur wenige landwirtschaftliche Betriebe verfügen jedoch über eine Beregnung. Diese ist nicht nur teuer, sondern auch genehmigungspflichtig, wobei die zuständigen Behörden nur äußerst restriktiv bewilligen. „Folgerichtig wäre deshalb, im Bedarfsfall auf Niederschläge zurückzugreifen zu können, die in den regenreicheren Herbst- und Wintermonaten anfallen. Deshalb bietet sich perspektivisch die Anschaffung künstlicher Wasserrückhaltebecken an“, erklärt LBV Präsident Henrik Wendorff. Der Kartoffelanbau ist sehr pflegeintensiv. Die Erde auf den Äckern muss mehrfach bewegt, zuerst angehäufelt und später abgehäufelt, werden. Hierfür ist der Einsatz von speziellen und damit auch teuren Maschinen erforderlich.

Die Etablierung der ursprünglich aus Südamerika stammenden Kartoffelknolle in Preußen wird Friedrich II. (1712-1786) zugeschrieben. Der Idee nach sollten mit der Kartoffel die damals herrschenden Missernten und Hungersnöte bekämpft werden. Der anfänglichen Skepsis begegnete der Preußenkönig mit den fünf sogenannten Kartoffelbefehlen. Den ersten erließ er am 18. Juli 1748. Darin wies er alle preußischen Ämter an, Kartoffeln in die Erde zu bringen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten nahm der Kartoffelanbau eine positive Entwicklung, auch über Brandenburg hinaus. Der Anteil der Speisekartoffeln an der Produktion beträgt in Brandenburg unter 40%, über 60% entfällt auf Stärkekartoffeln.

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