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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Brandenburg: Eichenprozessionsspinner erfolgreich reduziert
Die Arbeitsgruppe zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners unter der Leitung des Brandenburger Forstministeriums hat für das Jahr 2015 die Abschlussbilanz zur Bewertung der Wirksamkeit der Maßnahmen und eine erste Prognose für 2016 vorgelegt. Die auf Eichen spezialisierten Raupen schädigen nicht nur den Baumbestand, sie wirken über ihre Brennhaare auch auf Haut und Atemwege.
„Durch die gut koordinierte Zusammenarbeit von Ministerien, Landkreisen und Kommunen mit dem Landesbetrieb Forst und den Straßenbauverwaltungen konnte der Schädling, dessen Massenvermehrung nicht durch natürliche Gegenspieler begrenzt werden kann, 2015 erfolgreich reduziert werden“, unterstreicht Brandenburgs Forstminister Jörg Vogelsänger.
In diesem Jahr wurden rund 1,3 Mio. Euro zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners aufgewendet. Dabei wurden die Raupen auf rund 3.100 Hektar großflächig bekämpft. Verwendung fand das selektiv wirkende Insektizid DIPEL ES, welches mit Hubschraubern ausgebracht wurde. Darüber hinaus wurden Eichen an Straßen und Autobahnen auf einer Länge von insgesamt 194 Kilometern sowie weitere 24.000 Einzelbäume mit Sprühkanonen vom Boden aus behandelt. In besonders sensiblen Bereichen wurden die Raupen und deren Nester mechanisch durch Absaugen entfernt.
Nordwesten des Landes bleibt Schwerpunkt
Für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners Ende Mai herrschten in diesem Jahr optimale Witterungsbedingungen. Die Schwerpunkte der Bekämpfung lagen auch 2015 in den nordwestlichen Landkreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. In den Landkreisen Havelland, Oberhavel, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Dahme-Spreewald gibt es weiterhin vereinzelte Befallsherde.
Ausbreitung nach Süden schreitet voran
Entwarnung kann jedoch nicht gegeben werden. Die Monitoringdaten zur Befallsdichte und – wie erwähnt - fehlende natürliche Gegenspieler lassen in naher Zukunft keinen Zusammenbruch der Populationen erwarten. Zudem hat sich der Eichenprozessionsspinner weiter in den Süden Brandenburgs ausgebreitet und ist erstmals auch im Landkreis Elbe-Elster vermehrt aufgetreten. Deshalb werden weitere Maßnahmen 2016 unbedingt notwendig sein. Vogelsänger appelliert deshalb an die für Pflanzenschutzmittel zuständigen Bundesbehörden, die Zulassung geeigneter Mittel zur Bekämpfung der Schadinsekten rechtzeitig zu gewährleisten.

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