- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- BOGK: Bio-Beeren knapp, Bio-Gurken kaum ...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
BOGK: Bio-Beeren knapp, Bio-Gurken kaum zu kriegen
„Für die Verarbeiter ist dies eine echte Katastrophe“, sagt BOGK-Geschäftsführer Christoph Freitag und ergänzt: „Viele Unternehmen werden ihre geplante Produktionsmenge nicht erreichen. Die Ware wird knapp.“
Die Situation wird dieses Jahr besonders verschärft, weil keine Reserven mehr verfügbar sind. Denn bei Bio-Gurken bleibt die Ernte schon im vierten Jahr in Folge hinter den Planungen zurück. Daneben haben lokale Starkregenereignisse ganze Ernten vernichtet. Pflanzenkrankheiten wie der Mehltau bei Gurken werden durch die Witterung stark begünstigt und können im biologischen Anbau nicht bekämpft werden.
Obst in Bio-Qualität ist auch schon im Vorjahr knapp gewesen. Schuld sind die wiederholten Trockenperioden. „Der Klimawandel ist da“, sagt Freitag und ergänzt: „Bei der Obsternte gibt es keine Möglichkeit, einen starken Frost während der Blüte oder anhaltende Trockenheit während der Reifezeit auszugleichen. Leider werden diese Wetterextreme häufiger.“ Im laufenden Jahr haben zunächst Schnee und Kälte und später Hitze und Trockenheit in den Hauptanbaugebieten in Südosteuropa und Lateinamerika vor allem den empfindlichen Himbeeren, Brombeeren und Heidelbeeren zugesetzt.
Die Folge sind außerordentlich hohe Preissteigerungen der Rohware. Aprikosen und Heidelbeeren kosten 30 – 50% mehr als im Vorjahr, die Preise für Himbeeren und Brombeeren haben sich mehr als verdoppelt. Darauf werden sich auch Handel und Verbraucher einstellen müssen, so der BOGK. Doch gerade im Bio-Bereich stehen die Chancen gut, dass die Verbraucher dazu bereit sind. Denn nach allen aktuellen Studien wünschen sich die Verbraucher in der Mehrheit nachhaltige und qualitativ hochwertige Lebensmittel. Biologischer Anbau und hohe Umweltstandards gehören neben dem Preis zu den wichtigsten Kriterien beim Lebensmitteleinkauf. (Quellen: BMEL (2020): Ökobarometer 2019, Umfrage zum Konsum von Biolebensmitteln; Verbraucherzentrale Bundesverband (2021): Verbrauchermeinungen zu Nachhaltigkeit in der Lebensmittelproduktion.) (BOGK)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.